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Trump zeigt sich offen für Dreiergipfel mit Putin und Xi Jinping

Trump hält ein Dreiergipfeltreffen mit Putin und Xi Jinping für möglich und setzt damit neue Akzente im Ringen um Atomwaffen und den Ukrainekrieg.

Fakten im Überblick

Donald Trump zeigt sich offen für einen Dreiergipfel mit Putin und Xi.

Das Treffen ist laut Trump noch nicht vereinbart und würde Atomwaffen thematisieren.

Kritik aus der Ukraine bleibt laut, da Selenskyj nicht eingeladen ist.

Donald Trump hat sich offen für ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. In Washington erklärte der US-Präsident auf die Frage nach einem möglichen Dreiergipfel: "Ich würde es tun". Ein solches Treffen sei laut Trump zwar noch nicht vereinbart, sollte es zustande kommen, würden "über Atomwaffen und die Denuklearisierung" im Mittelpunkt stehen. Der US-Präsident betonte zugleich, dass der Ukrainekrieg zwar ebenfalls thematisiert werden könnte – im Fokus stünden jedoch die Rüstungskontrolle und globale Sicherheit.

Auf Nachfrage, ob der Gipfel der Konfliktregion Ukraine gewidmet sei, sagte Trump: "Ich würde es tun, aber nicht so sehr wegen der Ukraine, denn Russland hat sich, ehrlich gesagt, in Bezug auf die Ukraine gut verhalten. Sie haben nicht viel gemacht". Diese Aussage fällt auf, da Russland aktuell weiter Luftangriffe gegen die Ukraine fliegt. Offen lässt Trump dennoch, ob eine umfassende Friedensinitiative geplant ist, versichert aber: Er werde "alles tun, was ich tun kann, um den Krieg zu beenden".

Putin selbst habe das Treffen vorgeschlagen, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Kreml-Quellen berichtet. Demnach könnte das Gespräch am Rande des Apec-Gipfels im November in China stattfinden. Die ukrainische Führung reagierte erbost, nicht zuletzt da Präsident Wolodymyr Selenskyj von einer Teilnahme ausgeschlossen bleibt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, ein solches Gipfeltreffen werde Putin nur "ermutigen, diesen Krieg fortzusetzen". Aus Sicht der Ukraine könne der Kreml-Chef den Krieg "noch will er ihn beenden".

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Kiew haben sich zuletzt merklich verschärft. Trump setzte kürzlich beschlossene Sanktionen gegen Russland für 60 Tage aus und nahm Diesellieferungen aus Moskau an. Zur Begründung sagte er, er wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde". Auch gegen den ukrainischen Präsidenten teilte Trump aus und warf Selenskyj in seinem Onlinedienst vor, den Krieg "nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie". Gleichzeitig betonte er selbst, bei Friedensverhandlungen "große Fortschritte" zu erzielen. Selenskyj wiederum stellte klar, die Ukraine habe "buchstäblich jeden Versuch" für ein gerechtes Kriegsende begrüßt, Russland antworte hingegen mit Raketenangriffen und Drohnen.

Am Montag forderte Trump erneut einen Wechsel an der Spitze der Ukraine und sagte es sei "an der Zeit, dass jemand anderes im Namen der Ukraine verhandelt". Die Debatte um mögliche Lösungen und Gesprächsformate für einen Frieden reißt damit nicht ab. Wie ernst Trumps Vorstoß für ein Dreiergipfeltreffen ist, bleibt hingegen fraglich, da konkrete Absprachen bislang ausstehen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Trumps Spiel mit den Großmächten birgt viele Unsicherheiten

Donald Trump präsentiert sich als möglicher Vermittler in einer der gefährlichsten Krisen der Gegenwart. Dass er offen auf das Angebot eines Dreiergipfels mit Putin und Xi eingeht, ist außenpolitisch ein markantes Signal – aber auch ein Risiko. Die Konzentration auf die Themen Atomwaffen und Denuklearisierung ist sinnvoll. Doch Trumps auffällig nachsichtige Bewertung des russischen Vorgehens in der Ukraine und die Kritik an Selenskyj werden nicht nur in Kiew, sondern auch in Teilen seiner eigenen Partei kritisch gesehen.

Ein Treffen ohne die Ukraine droht, Moskau in seiner Haltung zu bestärken und diplomatisch einen gefährlichen Präzedenzfall zu setzen. Dass Trump den ukrainischen Präsidenten öffentlich abkanzelt, schwächt die westliche Solidarität. Sein außenpolitischer Kurs ist damit gespalten zwischen pragmatischer Realpolitik und fehlender Empathie für das Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine.

Es bleibt abzuwarten, ob der Dreiergipfel tatsächlich zustande kommt und ob daraus mehr entsteht als Symbolpolitik. Falls nicht, könnten die Spannungen zwischen den USA, Russland, China und der Ukraine weiter zunehmen.

Historischer Hintergrund

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine steht das Verhältnis zwischen den USA, Russland und China unter enormem Druck. Internationale Gipfeltreffen dienten in den vergangenen Jahrzehnten oft dazu, militärische Spannungen zu entschärfen oder zumindest Gesprächskanäle offen zu halten. Im aktuellen Kontext erhielten Vorschläge für multilaterale Gespräche in Dreierkonstellation, wie jetzt angedacht, besondere Brisanz vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung Russlands und Chinas. Die Vereinigten Staaten nahmen dabei meist eine Vermittlerrolle ein, wobei die Ukraine-Frage zuletzt immer wieder zum Prüfstein westlicher Einheit wurde.

Zukunftsprognose

Sollte der Dreiergipfel tatsächlich stattfinden, könnten Impulse für eine neue Atomwaffenkontrolle gesetzt werden – die Chancen auf konkrete Abrüstungsfortschritte bleiben jedoch gering, solange tiefgreifende Differenzen fortbestehen. Gesellschaftlich könnte ein Treffen ohne ukrainische Beteiligung international für Unverständnis sorgen und insbesondere das Vertrauen osteuropäischer Staaten in US-amerikanische Schutzversprechen erschüttern.

Politisch würde ein solches Spitzentreffen vermutlich als Test für Trumps außenpolitischen Kurs gewertet. Eine tatsächlich realistische Verhandlungslösung für die Ukraine bleibt unwahrscheinlich, wenn Kiew außen vor bleibt.

Erklärungen

Was ist ein Dreiergipfel?

Ein Dreiergipfel bezeichnet ein Treffen zwischen drei Staats- oder Regierungschefs, oft zur Lösung globaler oder regionaler Konflikte. Bei Trumps Vorschlag geht es um ein mögliches Gespräch mit Putin und Xi Jinping vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs und der weltweiten Atomwaffenpolitik.

Wer ist Wladimir Putin?

Wladimir Putin ist seit Jahren Präsident Russlands. Seine Politik prägt maßgeblich die Entwicklungen im Ukrainekrieg und in den Beziehungen zwischen Ost und West.

OZD-Extras

Der mögliche Dreiergipfel würde am Rande des Apec-Gipfels in China stattfinden – einer wichtigen Konferenz für den asiatisch-pazifischen Raum. Die Börsen und internationalen Rohstoffmärkte reagieren bislang abwartend; erst bei handfesten Vereinbarungen könnten größere Kursschwankungen für russische Rüstungsaktien oder Energieunternehmen eintreten.

Gewinnspiel

Mit wem soll nach Trumps Idee ein Dreiergipfel stattfinden?

A) Wladimir Putin und Xi Jinping

B) Olaf Scholz und Emmanuel Macron

C) Wolodymyr Selenskyj und Joe Biden

D) Rishi Sunak und Narendra Modi

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.