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Reallöhne steigen – doch Kaufkraft bleibt hinter Vorkrisenniveau zurück

Mehr Geld im Portemonnaie: Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Reallöhne in Deutschland im 2. Quartal um 1,9 %. Geringverdiener und Azubis holen überdurchschnittlich auf, die Kaufkraft bleibt aber hinter 2019 zurück.

Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal erneut gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt legten die Nominallöhne um 4,1 Prozent zu, während die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent stiegen. Daraus ergibt sich ein Reallohnzuwachs von 1,9 Prozent. Besonders Geringverdiener profitierten mit überdurchschnittlichen Lohnsteigerungen.

Auf den ersten Blick ist die Entwicklung positiv: Nach Jahren sinkender Kaufkraft verschafft der Lohnanstieg Beschäftigten etwas Entlastung. Vor allem Geringverdiener und Auszubildende konnten spürbar aufholen – ein wichtiges Signal für mehr soziale Gerechtigkeit. Doch die Statistik täuscht nicht darüber hinweg, dass die Einkommen inflationsbereinigt noch immer unter dem Niveau von 2019 liegen. Wie WSI-Experte Malte Lübcker betont, hat die hohe Inflation der vergangenen Jahre tiefe Spuren hinterlassen. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet der Anstieg zwar Rückenwind durch stärkere Binnennachfrage, für viele Haushalte bleibt der Weg zu echter Kaufkraftstabilität aber weiter lang.

OZD


Alle Angaben ohne Gewähr.
Bild: AFP