Borussia Dortmund macht ernst: Mit Fábio Silva hat der Bundesligist den dritten Transfer innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Der 23-jährige Stürmer kommt von den Wolverhampton Wanderers und unterschreibt beim BVB bis 2030. Rund 22,5 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen soll der Verein für den Portugiesen an die Wolves überweisen.
"Fabio bringt viel Qualität mit: Torgefahr, Spielintensität, Tempo, und er kann flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden", erklärte Sportdirektor Sebastian Kehl bei der Vorstellung. Erst vor wenigen Tagen hatte Dortmund Aaron Anselmino vom FC Chelsea verpflichtet und den ausgeliehenen Carney Chukwuemeka fest gebunden – nun verstärkt Silva die Offensive.
Der Portugiese gilt als großes Talent, hatte sich in England aber nie wirklich durchsetzen können. 2020 war er für die stolze Ablösesumme von 40 Millionen Euro vom FC Porto nach Wolverhampton gewechselt, konnte dort jedoch nur fünf Tore in 72 Pflichtspielen erzielen. Zahlreiche Leihen folgten, darunter zuletzt ein überzeugendes Gastspiel bei UD Las Palmas, wo er mit zehn Treffern in 24 Einsätzen glänzte.
In Dortmund soll Silva nun den nächsten Schritt machen und eine neue Karrierephase beginnen. "Bei einem Verein wie Borussia Dortmund zu unterschreiben, ist für mich etwas ganz Besonderes", sagte Silva: "Dieser Klub hat eine enorme Strahlkraft, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa." Beim BVB wird er die Rückennummer 21 tragen.
OZD
OZD-Kommentar
Der BVB setzt voll auf eine Transferoffensive – und doch bleibt die Frage: Holt Dortmund hier einen echten Unterschiedsspieler oder eher eine Wette auf die Zukunft? Silva hat in England enttäuscht, seine Quote ist mager. Doch sein Talent ist unbestritten. Dortmund riskiert mit diesem Transfer einiges, denn mehr als 20 Millionen Euro für einen Spieler mit wechselhafter Bilanz sind kein Pappenstiel. Klar ist: Die Erwartungen sind riesig, und Silva muss liefern. Dortmund darf sich nach dem verpatzten Saisonstart keine Experimente leisten – dieser Transfer muss einschlagen, sonst wächst der Druck auf Kehl und die sportliche Leitung.
Lesermeinungen
„Ein super Transfer! Silva hat in Spanien gezeigt, dass er Tore machen kann.“ Fredy Woltmann
„22,5 Millionen für einen Stürmer mit fünf Toren in England? Ziemlich riskant.“ Bernd Holmann, Dortmund
„Dortmund braucht frischen Wind – vielleicht ist Silva genau der richtige Spieler dafür.“ Konrad Heinemann, Essen
OZD-Analyse
Fakten
BVB verpflichtet Fábio Silva von Wolverhampton.
Vertrag bis 2030, Ablöse 22,5 Mio. Euro plus Boni.
Zuvor kamen Anselmino (Chelsea) und Chukwuemeka.
Silva war 2020 für 40 Mio. Euro von Porto zu den Wolves gewechselt.
Bewertung
a) Chancen
– Silva ist jung, entwicklungsfähig und bringt Tempo sowie Vielseitigkeit.
– Dortmund bietet ihm die passende Bühne, um sich zu beweisen.
– Positive Erfahrungen in Spanien zeigen, dass er in der richtigen Umgebung aufblühen kann.
b) Risiken
– Schwache Torquote in England weckt Zweifel an seiner Durchschlagskraft.
– Der Preisdruck ist hoch – Fans und Medien erwarten sofortige Leistungen.
– Integration in die Bundesliga könnte Zeit brauchen, die Dortmund nicht hat.
Ausblick
– Silva könnte mittelfristig eine Schlüsselrolle im BVB-Angriff übernehmen.
– Kurzfristig wird entscheidend sein, wie schnell er sich einfügt.
– Gelingt ihm der Durchbruch, könnte er zum Schnäppchen werden – floppt er, droht die nächste Transferdebatte in Dortmund.
OZD-Erklärungen
Wer ist Fábio Silva?
Fábio Silva ist ein portugiesischer Fußballstürmer, geboren 2002 in Porto. Er galt früh als Riesentalent und wurde mit 17 Jahren zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte des FC Porto. 2020 wechselte er für 40 Millionen Euro zu Wolverhampton, konnte dort jedoch nie konstant überzeugen. Durch Leihen, zuletzt nach Las Palmas, fand er zurück zu alter Stärke. Nun will er beim BVB den Durchbruch schaffen.
Was sind die Wolverhampton Wanderers?
Die Wolverhampton Wanderers, kurz Wolves, sind ein englischer Premier-League-Klub aus den West Midlands. Der 1877 gegründete Verein gehört zu den traditionsreichen Klubs Englands, war Gründungsmitglied der Football League und gewann mehrfach die Meisterschaft. International ist Wolverhampton für seine aggressive Spielweise und die enge Verbindung zu portugiesischen Spielern bekannt.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
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