Nach der eindrucksvollen Vorstellung zum Auftakt ins WM-Jahr haben die Nationalspieler des VfB Stuttgart ihre Ambitionen auf eine Berufung in den deutschen WM-Kader deutlich untermauert. Beim 4:1-Erfolg in Leverkusen standen gleich sieben deutsche Akteure in der Startelf und prägten das Spiel entscheidend.
Im Mittelpunkt stand erneut Deniz Undav, der neben einem eigenen Treffer zwei weitere Tore vorbereitete. „Ich habe die Qualität, dabei sein zu dürfen“, sagte der Angreifer im ZDF – und ergänzte mit einem Augenzwinkern, dass man bei einer langen WM auch jemanden brauche, „der Stimmung macht“. Seine aktuelle Bilanz von 14 Torbeteiligungen in 14 Pflichtspielen unterstreicht diese Ansprüche.
Auch Jamie Leweling mit zwei Treffern, Maximilian Mittelstädt per Elfmeter sowie Alexander Nübel, Angelo Stiller, Josha Vagnoman und Chris Führich sammelten weitere Pluspunkte. Gespielt wurde vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der die Entwicklung der Stuttgarter seit Monaten aufmerksam verfolgt.
Rückenwind kam auch aus Expertenkreisen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sprach von „guten Argumenten“ für die VfB-Akteure. Selbst Abwehrchef Jeff Chabot sei ein Kandidat, bestätigte Trainer Sebastian Hoeneß. Zwar mahnte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zur Geduld, doch klar ist: Die Stuttgarter haben im WM-Jahr einen sichtbaren Schritt gemacht. OZD
OZD-Kommentar:
Der VfB Stuttgart nutzt den perfekten Moment. Während andere Klubs noch
nach Form suchen, liefern die Schwaben geschlossen ab – und zwar nicht
punktuell, sondern mit Breite. Für Nagelsmann ist das ein Luxusproblem,
für den VfB ein Ausrufezeichen. Wer im Frühjahr Leistung bringt, zwingt
den Bundestrainer zum Hinschauen. Und genau das tun die Stuttgarter mit
Nachdruck.
Historischer Hintergrund:
Der VfB Stuttgart stellte in der Vergangenheit immer wieder
Nationalspieler für große Turniere, zuletzt jedoch unregelmäßig. Unter
Julian Nagelsmann erlebte der Klub eine Renaissance im DFB-Kontext, ehe
die Nominierungen im Herbst zurückgingen. Die aktuelle Entwicklung
knüpft an frühere Phasen an, in denen formstarke Vereinsachsen den Kern
der Nationalmannschaft bildeten.

Erklärungen zum Text:
– WM-Jahr: Das Jahr, in dem eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet.
– Bundestrainer: Cheftrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.
– Torbeteiligung: Summe aus erzielten Toren und direkten Vorlagen.
Schnellanalyse:
Formkurve
– Stuttgart liefert konstant hohe Leistungen.
– Mehrere Spieler auf Topniveau gleichzeitig.
Konkurrenzsituation
– Breiter Kandidatenkreis für den WM-Kader.
– Vereinsform wird zum entscheidenden Faktor.
Signalwirkung
– Frühe Argumente erhöhen den Druck auf die Konkurrenz.
Lernbox:
– Gute Vereinsleistungen erhöhen WM-Chancen erheblich.
– Breite Kaderstärke kann mehrere Nationalspieler hervorbringen.
– Timing im WM-Jahr ist entscheidend.

Quizfrage:
Welcher VfB-Spieler sammelte im Spiel in Leverkusen drei direkte Torbeteiligungen?
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Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.