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Donald Trump rechnet mit Europa ab „Nicht wiederzuerkennen“

US-Präsident Donald Trump greift Europa in Davos frontal an. Migration, Energiepolitik und Klimaschutz seien Fehlentwicklungen. Seine Rede sorgt für heftige Reaktionen – und neue Spannungen.

US-Präsident Donald Trump hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine scharfe Fundamentalkritik an Europa geübt. Der Kontinent bewege sich „nicht in die richtige Richtung“, sagte Trump am Mittwoch in seiner Rede vor Staats- und Regierungschefs sowie Wirtschaftsführern beim World Economic Forum. Europa sei „nicht mehr wiederzuerkennen“.

Als zentrale Gründe nannte Trump eine aus seiner Sicht „unkontrollierte Massenmigration“ sowie „endlose Importe aus dem Ausland“. Zudem bescheinigte er Europa einen „katastrophalen Zusammenbruch“ der Energieversorgung. Verantwortlich dafür sei nicht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, sondern der Ausbau von Windkraft und anderen erneuerbaren Energien.

Besonders Deutschland stellte Trump heraus. Das Land produziere heute deutlich weniger Strom als noch 2017, während die Energiepreise massiv gestiegen seien. Der Klimaschutz sei der „größte Betrug der Geschichte“, bekräftigte der US-Präsident und erneuerte damit seine bekannte Ablehnung klimapolitischer Maßnahmen.

Dem stellte Trump die Entwicklung der Vereinigten Staaten gegenüber. Die USA seien nach seinem ersten Amtsjahr wieder zur weltweiten Führungsmacht aufgestiegen. „Die USA sind der Wirtschafts-Motor des Planeten. Und wenn Amerika boomt, boomt die ganze Welt“, sagte Trump unter dem Applaus eines Teils des Publikums.

OZD 



OZD-Kommentar – Provokation mit Kalkül
Trumps Davos-Rede ist keine spontane Abrechnung, sondern strategische Provokation. Er nutzt Europas innere Unsicherheiten, um sich als Gegenmodell zu inszenieren. Migration, Energie, Klima – Trump greift gezielt jene Themen an, bei denen Europa selbst ringt. Die Botschaft ist klar: Amerika zuerst, Europa unter Druck. Ob das Realität oder politisches Theater ist, wird sich zeigen – unterschätzen sollte man diese Rhetorik jedoch nicht.

Historischer Hintergrund
Donald Trump nutzt internationale Foren seit Jahren, um multilaterale Ansätze zu kritisieren. Bereits in seiner ersten Amtszeit griff er in Davos Globalisierung, Klimaschutz und europäische Wirtschaftsmodelle an. Davos dient ihm erneut als Bühne für nationale Abgrenzung.

Zukunftsprognose
Die Rede dürfte die transatlantischen Spannungen weiter verschärfen. Europa wird sich stärker gezwungen sehen, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Energiepolitik neu zu justieren. Gleichzeitig wächst der Druck, Trump politisch geschlossen entgegenzutreten.



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A) New York
B) Washington
C) Davos
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Wissensblock

OZD-Analyse

Politische Stoßrichtung
– a) Abgrenzung von Europa
– b) Ablehnung multilateraler Politik
– c) Fokus auf nationale Interessen

Zentrale Kritikpunkte
– a) Migration
– b) Energiepolitik
– c) Klimaschutz

Internationale Folgen
– a) Belastung transatlantischer Beziehungen
– b) Druck auf EU-Geschlossenheit
– c) Neue wirtschaftspolitische Fronten

Lernbox
Internationale Foren wie Davos werden zunehmend für geopolitische Machtdemonstrationen genutzt – nicht nur für Dialog.

Mini-Infobox
– Ort: Davos
– Anlass: Weltwirtschaftsforum
– Redner: Donald Trump
– Kernthemen: Migration, Energie, Klima

OZD-Extra
Trump nahm erstmals seit mehreren Jahren wieder persönlich am Weltwirtschaftsforum teil – seine Rede dominierte das Treffen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.