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Gold zum Greifen nah: Taubitz profitiert von Fräbel-Drama

Julia Taubitz steuert in Cortina auf ihren ersten Olympiasieg zu. Ein schwerer Fehler von Teamkollegin Merle Fräbel verändert den Goldkampf dramatisch.

Rennrodlerin Julia Taubitz steht dicht vor ihrem ersten Olympiasieg. Die 29-Jährige aus dem Erzgebirge führt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo nach dem dritten Lauf klar und profitierte dabei von einem schweren Patzer ihrer größten Konkurrentin Merle Fräbel. Taubitz geht mit 0,704 Sekunden Vorsprung auf die Lettin Elina Bota in den entscheidenden vierten Durchgang, Dritte ist die US-Amerikanerin Ashley Farquharson (+0,755).

Für Fräbel ist der Traum von Edelmetall jäh geplatzt. Die 22 Jahre alte Vizeweltmeisterin aus Suhl war mit nur 61 Tausendstelsekunden Rückstand auf Taubitz in den zweiten Wettkampftag gestartet, fuhr beim Start jedoch sofort rechts in die Bande und verlor über eine Sekunde. Damit rutschte sie aus den Medaillenrängen – ein bitteres Drama nach zuvor starken Läufen.

Taubitz könnte nun das dritte Gold für Team Deutschland bei den Wettbewerben in Norditalien gewinnen. Im traditionell starken Eiskanal wäre es nach dem Olympiasieg von Max Langenhan bereits das zweite Rodel-Gold. Nach dem ersten Wettkampftag hatte sich noch ein deutscher Showdown zwischen Taubitz und Fräbel angedeutet, doch der dritte Lauf brachte die Vorentscheidung.

Für Taubitz wäre Gold die Erfüllung eines Kindheitstraums. Acht WM-Titel und fünf Gesamtweltcupsiege stehen bereits in ihrer Vita, olympisches Gold fehlt noch. Vor vier Jahren in Peking war sie als Favoritin im zweiten Lauf gestürzt und nur Siebte geworden. Nun will sie in die Fußstapfen von Natalie Geisenberger treten, die mit insgesamt sechs Olympiasiegen zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aufstieg.

Anna Berreiter, Olympiazweite von Peking, hat im Kampf um das Podium kaum noch Chancen. In einer Saison ohne klare Dominatorin patzten viele Konkurrentinnen früh, darunter auch die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich. OZD


OZD-Kommentar – Gold verlangt Fehlerlosigkeit

Olympia kennt keine Gnade. Taubitz bleibt stabil, Fräbel zahlt den höchsten Preis für einen Moment der Unachtsamkeit. Genau hier trennt sich Weltklasse von Tragik. Sollte Taubitz den Vorsprung ins Ziel bringen, wäre das nicht nur sportliche Erlösung – sondern die späte Antwort auf das Trauma von Peking.

Historischer Hintergrund

Seit 1998 stammt die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland. Namen wie Silke Kraushaar, Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger prägten eine beispiellose Erfolgsserie im Rodelsport.

Zukunftsprognose

Unabhängig vom Ausgang steht fest: Taubitz bestätigt ihre Führungsrolle, Fräbel bleibt trotz Rückschlags eine Athletin der Zukunft. Deutschlands Dominanz im Frauenrodeln dürfte auch in den kommenden Jahren anhalten.



OZD-Gewinnspiel

Frage:
Wie groß ist der Vorsprung von Julia Taubitz vor dem letzten Lauf?

A) 0,061 Sekunden
B) 0,704 Sekunden
C) 1,104 Sekunden
D) 0,255 Sekunden

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Mini-Infobox

– Disziplin: Rennrodeln Einsitzer Frauen
– Führende: Julia Taubitz
– Vorsprung: 0,704 Sekunden
– Austragungsort: Cortina Sliding Centre
– Entscheidung: 4. Lauf

OZD-Analyse

Schlüssel zum Erfolg
a) Konstante Läufe
b) Fehlerfreie Starts
c) Nervenstärke

Wendepunkt des Rennens
a) Fräbels Startfehler
b) Zeitverlust über eine Sekunde
c) Psychologische Wirkung

Bedeutung für Team Deutschland
a) Mögliche Goldserie
b) Fortsetzung der Rodel-Dominanz
c) Signalwirkung für Nachwuchs


Erklärung

Wer ist Julia Taubitz?
Julia Taubitz ist eine deutsche Rennrodlerin, mehrfache Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin. In Cortina steht sie vor ihrem ersten Olympiasieg.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Historisch: Seit 1998 kommt jede Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen aus Deutschland.