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Würdevoller Abschied vom C: Müller akzeptiert neue Rollenverteilung

Moritz Müller verliert das Kapitänsamt – aber nicht seinen Einfluss. Der DEB-Routinier reagiert ruhig, respektvoll und stellt den Teamerfolg in den Mittelpunkt.

Eishockey-Routinier Moritz Müller hat gefasst auf seine Ablösung als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Mailand reagiert. „Es ist ein Amt, das ich immer sehr gerne ausgeübt habe. Es hat mich immer mit sehr großem Stolz erfüllt, für Deutschland Kapitän zu sein“, sagte der 39-Jährige dem SID. Die Entscheidung des Verbandes akzeptiere er und werde das neue Kapitänsteam nun „so gut wie ich kann unterstützen“.

Der Deutsche Eishockey-Bund hatte am Montag das neue dreiköpfige Führungsteam bekannt gegeben. Kapitän ist NHL-Star Leon Draisaitl, assistiert von Moritz Seider und Tim Stützle. Bundestrainer Harold Kreis traf die Entscheidung gemeinsam mit Sportvorstand Christian Künast.

Müller erfuhr bereits vor der Anreise nach Italien in einem persönlichen Gespräch von der neuen Rollenverteilung. Dass sich seine Position innerhalb der Mannschaft verändern werde, sei ihm bewusst. „Ich muss den Jungs, die es jetzt sind, auch den Platz geben. Sonst fühlt sich das nicht richtig an“, sagte Müller. Er wolle dem Kapitänstrio ermöglichen, sich zu entfalten und Verantwortung zu übernehmen, bleibe aber jederzeit Ansprechpartner für das Team.

Auch Draisaitl unterstrich Müllers Bedeutung. Kapitän der Nationalmannschaft zu sein, sei eine „große Ehre“, doch das Team sei voller Führungsspieler. Müller sei für ihn „enorm wichtig“ und weiterhin sein zentraler Ansprechpartner. „Der Mo ist das Herz und die Seele des deutschen Eishockeys“, sagte Draisaitl – ein fehlender Buchstabe auf der Brust ändere daran nichts.

Kreis betonte ebenfalls Müllers Rolle als erfahrene Führungsfigur. Er gehöre weiterhin zu dem Kreis von Spielern, deren Meinung eingeholt werde. Erfahrung, Präsenz und Respekt innerhalb der Mannschaft machten Müller auch ohne offizielles Amt zu einer zentralen Figur. OZD


OZD-Kommentar – Führung ist mehr als ein Buchstabe

Diese Geschichte ist ein Lehrstück über Führung. Müller verliert das „C“, aber nicht seine Autorität. In großen Teams entscheidet nicht das Amt, sondern die Haltung. Dass Draisaitl und Kreis das offen betonen, zeigt: Dieses Team versteht Hierarchie nicht als Machtfrage, sondern als Verantwortungsteilung.

Historischer Hintergrund

Moritz Müller zählt seit Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Eishockeys. Als langjähriger Kapitän führte er die Nationalmannschaft durch mehrere Großturniere und prägte den Aufstieg Deutschlands in die internationale Spitze maßgeblich mit.

Zukunftsprognose

Die neue Kapitänsstruktur könnte dem Team zusätzliche Dynamik verleihen. Müller bleibt als Stabilitätsanker unverzichtbar, während Draisaitl, Seider und Stützle Verantwortung übernehmen. Für den olympischen Wettbewerb spricht vieles für eine funktionierende Balance aus Erfahrung und Starpower.


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Wer ist Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei Olympia?

A) Moritz Müller
B) Leon Draisaitl
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Mini-Infobox

– Spieler: Moritz Müller
– Alter: 39 Jahre
– Neuer Kapitän: Leon Draisaitl
– Wettbewerb: Olympische Winterspiele
– Rolle: Führungsspieler ohne Amt

OZD-Analyse

Entscheidung des DEB
a) Fokus auf NHL-Stars
b) Dreiköpfige Führung
c) Klare Hierarchie

Reaktion Müllers
a) Akzeptanz
b) Teamorientierung
c) Verantwortungsbewusstsein

Bedeutung fürs Team
a) Stabilität
b) Erfahrung
c) Geschlossene Einheit

Erklärung

Was bedeutet das Kapitänsamt im Eishockey?
Der Kapitän ist Bindeglied zwischen Mannschaft und Schiedsrichtern sowie Teil der internen Führung. Einfluss im Team entsteht jedoch oft unabhängig vom formalen Amt.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Bemerkenswert: Müller bleibt trotz Entmachtung eine der wichtigsten Stimmen im deutschen Team.