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Massivste Angriffswelle rollt : Iran greift Israel und Golfstaaten an

Der Iran hat eine neue massive Angriffswelle gegen Israel und mehrere Golfstaaten gestartet. Gleichzeitig griff Israel Ziele der Hisbollah im Libanon an.

Die iranischen Streitkräfte haben erneut Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten angegriffen. Die jüngste Angriffswelle sei die bisher "intensivste und schwerste" gewesen, berichtete der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden.

Nach iranischen Angaben richteten sich die Angriffe gegen Tel Aviv, Jerusalem und Haifa sowie gegen mehrere US-Militärstandorte in der Region. Genannt wurden unter anderem Ziele in Erbil im Norden des Irak, der Marinestützpunkt der fünften US-Flotte in Bahrain sowie der US-Armeestützpunkt Arifdschan südlich von Kuwait-Stadt. Der Raketenangriff habe rund drei Stunden gedauert.

Der israelische Rettungsdienst erklärte, seine Einsatzkräfte behandelten "eine kleine Anzahl von Menschen, die auf dem Weg in geschützte Bereiche verletzt wurden". Der israelische Sender Channel 12 berichtete zudem von mehreren Verletzten nahe Tel Aviv.

Auch mehrere Golfstaaten meldeten Raketen- und Drohnenangriffe. Die saudiarabische Armee fing nach Angaben aus Riad sieben ballistische Raketen über dem Staatsgebiet ab. Sechs davon hätten den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in der Provinz al-Chardsch anvisiert. Zudem seien sieben Drohnen abgefangen worden, die auf dem Weg zum Ölfeld Schaybah im Südosten des Landes gewesen seien.

Kuwait gab bekannt, insgesamt acht Drohnen abgefangen zu haben. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten ebenfalls neue Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. In der katarischen Hauptstadt Doha waren mehrere Explosionen zu hören, wie Journalisten berichteten. Das Innenministerium rief die Bevölkerung auf, in ihren Häusern zu bleiben.

US-Präsident Donald Trump erklärte derweil, die US-Armee habe mehrere iranische Minenleger-Schiffe zerstört. Zunächst sprach Trump von zehn Schiffen. Später teilte das US-Militärkommando Centcom mit, insgesamt 16 Schiffe nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus seien zerstört worden.

Trump hatte den Iran zuvor davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen. Sollte dies geschehen, drohten dem Iran "militärische Konsequenzen in einem Ausmaß, wie es noch nie zuvor zu sehen war".

Parallel dazu griff die israelische Armee Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete mehrere Luftangriffe in den südlichen Vororten von Beirut. Auch im Zentrum der Hauptstadt wurde ein Wohngebäude getroffen.

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei israelischen Angriffen im Dorf Kana im Südlibanon fünf Menschen getötet. Ein weiterer Mensch kam demnach bei einem Angriff in Salaja ums Leben.

Die Eskalation wirkt sich auch auf die Energiemärkte aus. Der Ölpreis stieg erneut deutlich an. An der Chicagoer Börse legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um fünf Prozent auf 87,65 Dollar zu.

Die Internationale Energieagentur prüft laut einem Bericht des "Wall Street Journal" eine massive Freigabe von strategischen Ölreserven. Demnach könnte es sich um die größte Freigabe in der Geschichte der Organisation handeln.

OZD



OZD-Kommentar – Der Krieg rutscht in eine neue Phase

Die jüngste Angriffswelle zeigt, dass der Iran-Krieg längst kein regional begrenzter Konflikt mehr ist. Raketen auf Israel, Drohnen über Golfstaaten und gleichzeitig israelische Angriffe im Libanon – das ist der gefährliche Cocktail eines sich ausweitenden Krieges. Besonders brisant ist die Lage rund um die Straße von Hormus. Sollte der Iran tatsächlich versuchen, diese strategische Meerenge zu blockieren, könnte der Konflikt eine globale Wirtschaftskrise auslösen. Die militärische Eskalation hat längst wirtschaftliche und geopolitische Folgen weit über den Nahen Osten hinaus.

Historischer Hintergrund:
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Rund ein Fünftel des globalen Öltransports passiert diese Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel.

Zukunftsprognose:
Sollten weitere Länder direkt in die Kämpfe hineingezogen werden, könnte sich der Konflikt zu einem regionalen Krieg mit globalen wirtschaftlichen Folgen ausweiten.



Lesermeinungen
"Der Konflikt eskaliert immer weiter – das wird gefährlich für die ganze Welt." Daniel Kemmer

"Wenn Hormus blockiert wird, explodieren die Energiepreise." Tristan Herz 

"Der Krieg zieht immer mehr Länder hinein, wahrscheinlich bald die Türkei"  Achmed Jesal 


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Wie heißt die wichtige Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel?

A) Bosporus
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Mini-Infobox

Konflikt: Iran-Krieg

neue Angriffe: Israel, Golfstaaten, US-Ziele

Dauer der Angriffswelle: etwa drei Stunden

US-Reaktion: Zerstörung iranischer Minenleger-Schiffe

wirtschaftliche Folge: steigende Ölpreise


OZD-Analyse

Militärische Eskalation
a) koordinierte Angriffe
– Raketen und Drohnen
b) mehrere Ziele
– Israel und Golfstaaten
c) Reaktionen der USA
– Zerstörung iranischer Schiffe

Ausweitung des Konflikts
a) Angriffe im Libanon
– israelische Operationen
b) Rolle der Hisbollah
– pro-iranische Miliz
c) regionale Dimension
– mehrere Länder betroffen

wirtschaftliche Auswirkungen
a) steigende Ölpreise
– Energiemärkte reagieren
b) Gefahr für Handel
– Straße von Hormus
c) mögliche Maßnahmen
– Freigabe strategischer Reserven

Erklärungen 

Was ist die Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Sie gilt als eine der wichtigsten Öltransport-Routen der Welt.

Was ist die Hisbollah?
Die Hisbollah ist eine schiitische Miliz und politische Organisation im Libanon, die eng mit dem Iran verbunden ist.

OZD-Extras
Bereits kleine Störungen im Schiffsverkehr der Straße von Hormus können sofort massive Auswirkungen auf die weltweiten Energiepreise haben.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.