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Deutschland im Wandel: Fast 22 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte!

Deutschland verändert sich rasant: Über 21 Millionen Menschen haben eine Einwanderungsgeschichte – besonders junge Generationen treiben den Wandel.

Deutschland erlebt einen tiefgreifenden demografischen Wandel: Immer mehr Menschen haben eine Einwanderungsgeschichte. Wie das Statistisches Bundesamt am Montag mitteilte, lebten im Jahr 2025 rund 21,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in der Deutschland. Das entspricht 26,3 Prozent der Gesamtbevölkerung – mehr als jede vierte Person.

Damit ist der Anteil erneut gestiegen, wenn auch moderat um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Als Menschen mit Einwanderungsgeschichte gelten laut Definition jene, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Ein großer Teil dieser Gruppe ist selbst zugewandert: Rund 16,4 Millionen Menschen sind seit 1950 nach Deutschland gekommen – das entspricht 19,8 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zum Jahr 2024 wuchs diese Zahl um 281.000, allerdings deutlich langsamer als in den Jahren zuvor. Besonders häufig stammen die Eingewanderten aus Polen, der Türkei, der Ukraine, Russland und Syrien.

Parallel wächst auch die zweite Generation: 5,4 Millionen Menschen sind in Deutschland geboren, haben aber zwei eingewanderte Elternteile. Ihr Anteil liegt bei 6,5 Prozent der Bevölkerung und stieg binnen eines Jahres um 160.000.

Der langfristige Trend ist eindeutig: Seit 2005 ist die Zahl der Menschen mit Einwanderungsgeschichte von 13 Millionen auf 21,8 Millionen gestiegen – ein Zuwachs von 67 Prozent. Zwei Drittel dieses Anstiegs entfallen auf selbst Eingewanderte, ein Drittel auf deren Kinder.

Besonders deutlich wird der Wandel in den jüngeren Altersgruppen. In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen hat inzwischen mehr als jede dritte Person (36 Prozent) eine Einwanderungsgeschichte. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil dagegen nur bei 14 Prozent.

Auch die Bildungsstruktur zeigt ein gemischtes Bild: Rund ein Drittel der eingewanderten jungen Erwachsenen verfügt über einen akademischen Abschluss – ein Wert, der nahezu dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung entspricht. Gleichzeitig haben 36 Prozent dieser Gruppe keinen beruflichen Abschluss und befinden sich weder in Ausbildung noch im Bildungssystem.

Während die Zahl der Menschen mit Einwanderungsgeschichte wächst, nimmt die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund leicht ab. 2025 lebten 56,8 Millionen Menschen ohne Einwanderungsgeschichte in Deutschland – rund 488.000 weniger als im Vorjahr.

Die Daten basieren auf dem Mikrozensus 2025, einer jährlichen Stichprobenerhebung, bei der etwa ein Prozent der Bevölkerung befragt wird.

OZD-Kommentar – Integration entscheidet über Zukunft
Die Zahlen sind mehr als Statistik – sie sind ein Weckruf. Deutschland ist längst ein Einwanderungsland, doch die politische und gesellschaftliche Realität hinkt hinterher. Integration bleibt der Schlüssel: Ohne Bildung, Arbeitsmarktintegration und soziale Teilhabe drohen Spannungen. Gelingt sie, kann Deutschland enorm profitieren. Scheitert sie, werden die Konflikte wachsen.

Historischer Hintergrund:
Seit den 1950er Jahren hat sich Deutschland von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland entwickelt. Besonders prägend waren die Gastarbeiterprogramme der 1960er Jahre, die EU-Osterweiterung sowie Fluchtbewegungen aus Krisenregionen wie Syrien und der Ukraine.

Zukunftsprognose:
Der Anteil von Menschen mit Einwanderungsgeschichte wird weiter steigen, insbesondere durch jüngere Generationen. Für Wirtschaft und Arbeitsmarkt bietet dies Chancen, etwa zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Gleichzeitig wird der Druck auf Integrationssysteme, Bildung und Wohnraum weiter zunehmen.

Gewinnspiel:
Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland 2025?
A) 15 %
B) 20 %
C) 26,3 %
D) 35 %
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Mini-Infobox:

21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte

Anteil: 26,3 Prozent der Bevölkerung

Starker Anstieg seit 2005 (+67 %)

Besonders hohe Quote bei jungen Erwachsenen

OZD-Analyse:
Demografischer Wandel
– Deutschland wird zunehmend vielfältiger

Strukturelle Herausforderungen
– a) Integration in Bildungssystem
– b) Zugang zum Arbeitsmarkt
– c) Soziale Teilhabe

Folgen
– Wirtschaftliche Chancen
– Gesellschaftliche Spannungen möglich
– Politischer Handlungsdruck steigt

Erklärungen:
Was ist der Mikrozensus?
– Eine jährliche repräsentative Befragung von rund einem Prozent der Bevölkerung zur Erhebung von Daten über Lebensverhältnisse in Deutschland.

OZD-Extras:
In Großstädten wie Berlin oder Frankfurt liegt der Anteil von Menschen mit Einwanderungsgeschichte bereits deutlich über dem Bundesdurchschnitt – ein Vorgeschmack auf die Zukunft des Landes.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.