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Neuanfang bei den Hockey-Frauen: Markus Lonnes wird neuer Bundestrainer Deutschlands

Nach dem WM-Rückschlag setzt der DHB auf Markus Lonnes. Der erfahrene Trainer übernimmt die Hockey-Frauen am 15. Oktober – mit Olympia als großem Ziel.

Fakten im Überblick

Markus Lonnes übernimmt zum 15. Oktober das Amt des Bundestrainers der deutschen Hockey-Frauen.

Der bisherige U16-Bundestrainer folgt auf Janneke Schopman, die nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft entlassen wurde.

Ende November findet in Mannheim der erste Lehrgang unter Lonnes statt, Mitte Dezember beginnt im spanischen Valencia die Pro-League-Saison.

Vier Wochen nach der enttäuschend verlaufenen Weltmeisterschaft haben die deutschen Hockey-Frauen einen neuen Bundestrainer. Markus Lonnes übernimmt zum 15. Oktober die Verantwortung für die Nationalmannschaft und tritt damit die Nachfolge der Niederländerin Janneke Schopman an. Der Deutsche Hockey-Bund setzt beim Neustart auf einen Trainer, der den deutschen Frauenhockey seit vielen Jahren kennt und bereits internationale Erfahrung mit der Auswahl gesammelt hat. Zuletzt arbeitete Lonnes als Bundestrainer der weiblichen U16-Nationalmannschaft. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und danke dem DHB für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Lonnes. Sein Blick richtet sich dabei bereits auf das langfristige Ziel: „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam viel in Richtung der Olympischen Spiele entwickeln können.“

Lonnes bringt vor allem aus dem deutschen Vereinshockey umfangreiche Erfahrung mit. Bevor er 2025 zum Deutschen Hockey-Bund wechselte, arbeitete er 16 Jahre als Damen-Trainer beim Bundesligisten Rot-Weiss Köln. Auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist für ihn kein Neuland. Beim Gewinn des Europameistertitels 2007 gehörte er ebenso zum Trainerteam wie bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, damals als Co-Trainer von Michael Behrmann. Fast zwei Jahrzehnte später kehrt Lonnes nun in verantwortlicher Position zur A-Nationalmannschaft zurück. DHB-Sportvorstand Martin Schultze sieht in ihm den passenden Trainer für den Neuaufbau. „Markus passt genau in das Profil, was wir gesucht haben“, sagte Schultze. „Ich bin mir sicher, dass er eine erfolgreiche Ära mit dieser jungen und ambitionierten Mannschaft prägen kann.“

Der Trainerwechsel folgt auf eine schwierige Phase für die deutschen Hockey-Frauen. Die Weltmeisterschaft erfüllte nicht die Erwartungen des Verbandes, anschließend trennte sich der DHB von Schopman. Für Lonnes beginnt damit eine Aufgabe, bei der sportliche Stabilisierung und langfristige Entwicklung parallel gelingen sollen. Besonders seine Erfahrung in der Nachwuchsarbeit könnte dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Mannschaft gilt als jung und entwicklungsfähig, gleichzeitig bleiben die Ansprüche an eine deutsche Hockey-Nationalmannschaft hoch. Lonnes muss nun eine klare sportliche Linie entwickeln und aus individuellen Qualitäten eine Mannschaft formen, die auf internationalem Niveau dauerhaft konkurrenzfähig ist.

Viel Zeit zum Ankommen bleibt dem neuen Bundestrainer nicht. Ende November kommt die Nationalmannschaft erstmals unter seiner Leitung zu einem Lehrgang in Mannheim zusammen. Dort dürfte Lonnes erste taktische und personelle Schwerpunkte setzen. Bereits Mitte Dezember wartet im spanischen Valencia mit dem Beginn der Pro-League-Saison der erste internationale Prüfstein. Die Spiele bieten dem neuen Trainer frühzeitig die Gelegenheit, verschiedene Formationen zu testen und die Mannschaft unter Wettkampfbedingungen weiterzuentwickeln. Über allem steht langfristig die olympische Perspektive. Lonnes übernimmt damit nicht nur einen Trainerposten, sondern ein Projekt, das den deutschen Frauenhockey nach dem WM-Rückschlag wieder näher an die internationale Spitze führen soll.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Erfahrung trifft auf einen notwendigen Neustart

Die Entscheidung für Markus Lonnes steht für Kontinuität und Neubeginn zugleich. Der DHB holt keinen Trainer, der den deutschen Hockeysport erst kennenlernen muss. Lonnes kennt den Verband, die Nachwuchsstrukturen, die Bundesliga und durch seine frühere Tätigkeit als Co-Trainer auch die besonderen Anforderungen der Frauen-Nationalmannschaft.

Das kann nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft ein Vorteil sein. Gleichzeitig wird sich Lonnes daran messen lassen müssen, ob aus seiner Erfahrung eine erkennbare sportliche Entwicklung entsteht. Die Vergangenheit allein gewinnt keine internationalen Spiele.

Bemerkenswert ist sein unmittelbarer Blick auf Olympia. Damit formuliert der neue Bundestrainer von Beginn an einen langfristigen Horizont. Die ersten Monate werden jedoch weniger von großen Versprechen als von konkreter Aufbauarbeit geprägt sein: Kader bewerten, Rollen definieren, taktische Abläufe festigen und Vertrauen innerhalb der Mannschaft entwickeln.

Mit dem Lehrgang in Mannheim und dem anschließenden Pro-League-Auftakt in Valencia folgen schnell die ersten Standortbestimmungen. Sie werden noch kein endgültiges Urteil erlauben, aber erste Hinweise darauf geben, welche Handschrift Lonnes der Mannschaft geben möchte.

Historischer Hintergrund

Deutschland besitzt eine lange Tradition im internationalen Frauenhockey. Zu den größten Erfolgen gehört der Olympiasieg 2004 in Athen. Auch bei Europa- und Weltmeisterschaften gehörten deutsche Mannschaften immer wieder zur internationalen Spitze.

Markus Lonnes kennt einen Teil dieser erfolgreichen Geschichte aus eigener Erfahrung. Beim Europameistertitel 2007 gehörte er als Co-Trainer zum Stab von Bundestrainer Michael Behrmann. Ein Jahr später war er bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking ebenfalls Teil des Trainerteams.

Anschließend prägte Lonnes über viele Jahre den Vereinshockey. Insgesamt 16 Jahre trainierte er die Damen von Rot-Weiss Köln, ehe er 2025 zum Deutschen Hockey-Bund wechselte. Dort übernahm er die weibliche U16-Auswahl.

Nun führt ihn sein Weg zurück zur A-Nationalmannschaft – diesmal als Bundestrainer und damit mit der sportlichen Gesamtverantwortung.

Zukunftsprognose

Die ersten Monate unter Lonnes dürften vor allem der Neuordnung dienen. Beim Lehrgang in Mannheim kann der neue Bundestrainer erstmals über mehrere Tage intensiv mit seinem Kader arbeiten. Die anschließende Pro League in Valencia liefert früh internationale Vergleichsmöglichkeiten.

Mittelfristig wird entscheidend sein, wie erfolgreich Lonnes junge Spielerinnen entwickelt und gleichzeitig genügend Erfahrung im Team hält. Seine Arbeit im Nachwuchsbereich könnte den Übergang neuer Talente in die A-Nationalmannschaft erleichtern.

Langfristig richtet sich der Blick auf die Olympischen Spiele. Lonnes selbst hat dieses Ziel bereits bei seiner Vorstellung hervorgehoben. Bis dahin muss Deutschland allerdings zunächst wieder Konstanz gegen die führenden Hockey-Nationen entwickeln.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf Börsen, Aktien, Rohstoffe oder Währungen sind durch den Trainerwechsel nicht zu erwarten. Für den Deutschen Hockey-Bund kann sportlicher Erfolg allerdings bei Sponsoring, medialer Aufmerksamkeit und der Nachwuchsgewinnung eine wichtige Rolle spielen.

Wer ist Markus Lonnes?

Markus Lonnes ist ein deutscher Hockeytrainer mit langjähriger Erfahrung im Frauen- und Nachwuchshockey. 16 Jahre betreute er die Damen von Rot-Weiss Köln. Seit 2025 arbeitet er für den Deutschen Hockey-Bund und war zuletzt für die weibliche U16-Nationalmannschaft verantwortlich.

Wer war Janneke Schopman?

Janneke Schopman ist eine niederländische Hockeytrainerin und frühere Nationalspielerin. Sie betreute die deutschen Hockey-Frauen bis zur Weltmeisterschaft 2026. Nach dem enttäuschenden Turnierverlauf trennte sich der DHB von ihr.

Was ist die Hockey Pro League?

Die FIH Pro League ist ein internationaler Wettbewerb für führende Hockey-Nationalmannschaften. Die Teams treffen über die Saison hinweg auf internationale Gegner und können die Spiele zur sportlichen Entwicklung und Vorbereitung auf große Turniere nutzen.

Warum ist der Lehrgang in Mannheim wichtig?

Der Lehrgang Ende November ist die erste längere gemeinsame Arbeitsphase zwischen Markus Lonnes und der Nationalmannschaft. Dort kann der neue Bundestrainer seine Vorstellungen vermitteln, Spielerinnen beurteilen und taktische Abläufe für die folgenden internationalen Aufgaben vorbereiten.

OZD-Extra – Lonnes war schon vor fast 20 Jahren Teil der deutschen Nationalmannschaft

Der neue Bundestrainer beginnt seine Arbeit bei den deutschen Hockey-Frauen nicht bei null. Bereits 2007 gehörte Lonnes zum Trainerstab der Nationalmannschaft – und erlebte dabei einen großen Erfolg.

Als Co-Trainer von Michael Behrmann war er am Gewinn der Europameisterschaft beteiligt. Ein Jahr später begleitete er die DHB-Auswahl zu den Olympischen Spielen 2008 nach Peking.

Danach folgten 16 Jahre bei Rot-Weiss Köln und schließlich der Wechsel in die Nachwuchsarbeit des DHB. Seine Ernennung zum Bundestrainer verbindet damit drei Bereiche, die für den Neuaufbau wichtig sein können: internationale Erfahrung, langjährige Arbeit im Spitzenverein und unmittelbare Kenntnisse des deutschen Nachwuchses.

Gewinnspiel

Bei welchem Verein arbeitete Markus Lonnes 16 Jahre als Trainer der Damen?

A: Uhlenhorster HC

B: Rot-Weiss Köln

C: Berliner HC

D: Mannheimer HC

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.