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Rad EM Evenepoel siegt im Sprintduell vor Ciccone

Remco Evenepoel krönt sich erstmals zum Straßen-Europameister. Im spannenden Finale der Rad-EM in Slowenien bleibt Herzog starker Siebter.

Fakten im Überblick

Remco Evenepoel gewinnt das EM-Straßenrennen erstmals im Fotofinish vor Giulio Ciccone.

Das Rennen führt über 196,2 Kilometer von Ljubljana bis Sencur in Slowenien.

Emil Herzog erreicht als bester Deutscher überraschend Platz sieben.

Remco Evenepoel hat bei der Rad-EM in Slowenien das Straßenrennen der Männer gewonnen und sich damit erstmals den Europameistertitel gesichert. Im packenden Fotofinish setzte sich der Belgier knapp gegen den Italiener Giulio Ciccone durch. Die Bronzemedaille ging an Christian Scaroni, der mit 59 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel kam. Emil Herzog sorgte aus deutscher Sicht für eine Überraschung und beendete das Rennen auf dem siebten Platz, 1:16 Minuten hinter Evenepoel.

Das von Ljubljana bis Sencur führende Straßenrennen über 196,2 Kilometer erlebte lange Zeit ein geschlossenes Hauptfeld. Erst auf den letzten 32 Kilometern konnten sich Evenepoel und Ciccone absetzen, nachdem der 26-jährige Olympiasieger kurz zuvor in einer Kurve gestürzt war. Trotz Sturz kämpfte sich Evenepoel zurück an die Spitze und bewies im Schlusssprint große Nervenstärke. "Ich dachte erst, ich kriege ihn nicht mehr", schilderte Evenepoel den packenden Zweikampf bis zum Zieleinlauf. "Aber dann wurde er nochmal langsamer. Ich war mir dann auch relativ sicher, dass ich gewonnen habe, aber man weiß ja nie." Damit durfte sich der Belgier das begehrte, ihm bislang noch fehlende Meistertrikot überstreifen.

Das deutsche Team konnte bis auf Herzog keine Medaillenhoffnung realisieren. Keiner der weiteren Starter – darunter erfahrene Namen wie John Degenkolb, Miguel Heidemann, Maximilian Schachmann, Marco Brenner oder Johannes Adamietz – schaffte es unter die Top 20. Der Titelverteidiger und slowenische Lokalmatador Tadej Pogacar musste bei seiner Heim-EM wegen seines Sturzes bei der Vuelta passen. Ebenfalls nicht am Start war Deutschlands aktuell bester Fahrer Florian Lipowitz, der nach einem Unfall bei der Tour de France aussetzte, sich aber vorgenommen hat, bei der kommenden Lombardei-Rundfahrt wieder anzugreifen. Am Dienstag steht bei der EM außerdem noch das Mixed-Teamzeitfahren auf dem Programm, bei dem weitere Titelchancen vergeben werden.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Evenepoel zeigt herausragenden Siegeswillen

Remco Evenepoels Behindernis mit dem Sturz und seine anschließende Entschlossenheit, sich wieder an die Spitze zu kämpfen, zeigt einmal mehr, was Ausnahmesportler von guten Athleten unterscheidet. Der Mut und Kampfgeist, mit denen Evenepoel nach dem Sturz zurückkehrte, macht ihn zum legitimen Europameister auf der Straße. Für das deutsche Team ist das starke Ergebnis von Emil Herzog ein Lichtblick, auch wenn insgesamt die Medaillenplätze weit entfernt blieben. Die Europameisterschaft spiegelt eindrucksvoll die neue Stärke Belgiens im Straßenradsport wider. Für die kommenden Rennen bleibt zu hoffen, dass auch die lange verletzten Favoriten wie Pogacar und Lipowitz wieder ins Geschehen eingreifen können. Es ist gut möglich, dass die nächste EM wieder völlig neue Kräfteverhältnisse mit sich bringt.

Historischer Hintergrund

Die Straßen-Europameisterschaften im Radsport sind ein fester Bestandteil des internationalen Kalenders. Insbesondere das Straßenrennen der Männer zieht jedes Jahr Athleten aus allen Top-Nationen Europas an. Slowenien war in diesem Jahr Gastgeber, was nach Pogacars zuletzt herausragenden Leistungen das Interesse zusätzlich steigerte. Die EM bietet vielen Fahrern die Gelegenheit, sich auf der großen Bühne zu präsentieren und ein begehrtes Trikot zu gewinnen.

Zukunftsprognose

Für Evenepoel könnte der EM-Titel neuen Schub für internationale Klassiker und kommende Rundfahrten bedeuten. Das deutsche Team, das in der Breite noch Nachholbedarf hat, dürfte insbesondere im Nachwuchsbereich gezielt weiterarbeiten, um künftig näher an die Spitze zu gelangen. Zu erwarten ist, dass sich das Kräfteverhältnis im europäischen Straßenradsport weiter dynamisch entwickeln wird, gerade wenn etablierte Stars wie Pogacar und Lipowitz wieder ins Geschehen eingreifen.

Erklärungen

Wer ist Remco Evenepoel?

Remco Evenepoel ist ein belgischer Radprofi, der für seine Vielseitigkeit und explosive Fahrweise bekannt ist. Er ist Olympiasieger und hat zahlreiche große Rennen gewonnen.

Was ist die Rad-EM?

Die Rad-Europameisterschaft ist ein jährlich ausgetragenes Straßenrennen, das die besten Fahrer Europas ermittelt. Sie umfasst verschiedene Disziplinen wie Einzelzeitfahren, Mannschaftsrennen und das Straßenrennen der Männer und Frauen.

OZD-Extras

Ein Sturz im Rennen hätte Evenepoel fast den Sieg gekostet. Sein Comeback im Finale sorgte für großes Aufsehen unter Fachleuten und Fans.

Der Ausfall prominenter Fahrer wie Tadej Pogacar und Florian Lipowitz beeinflusste den Rennverlauf stark. Ihre Rückkehr zu großen Rennen könnte das Kräfteverhältnis deutlich verschieben.

Mögliche Auswirkungen auf Radsportmärkte, Ausrüster oder Sponsoren lassen sich schwer abschätzen, da große Kursbewegungen nach EM-Rennen bislang unüblich sind.

Gewinnspiel

Wie viele Kilometer war das EM-Straßenrennen lang?

A) 84,3 Kilometer

B) 143 Kilometer

C) 196,2 Kilometer

D) 245 Kilometer

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.