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Reiche kann nach Huthi Angriffen nicht aus Riad zurück

Nach tödlichen Huthi Angriffen auf den Flughafen bleibt Ministerin Reiche in Riad. Die Rückreise nach Deutschland verzögert sich.

Fakten im Überblick

Katherina Reiche bleibt nach Huthi Angriffen in Riad gestrandet.

Flughafen in Riad bleibt nach Angriffen der Huthi-Miliz geschlossen.

Ministerien prüfen alternative Wege für die Rückreise.

Die Rückkehr von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche aus Saudi-Arabien verzögert sich: Nach schweren Angriffen der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der Hauptstadt Riad muss sie ihre ursprünglich geplante Heimreise neu organisieren. Eine Sprecherin des Ministeriums teilte am Sonntagabend mit, „die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden“. Reiche befand sich bereits vor Ausbruch der Angriffe auf Einladung Saudi-Arabiens in Riad, um an der Energy Week teilzunehmen. Dort sollte sie an Diskussionsrunden und bilateralen Gesprächen mit Vertretern internationaler Energieunternehmen, Organisationen und Regierungen teilnehmen. Laut Ministerium läuft die Konferenz weiter. „Die Ministerin befand sich schon vor den Angriffen auf den Konferenzen in Riad. Nach aktuellem Stand finden die Konferenz und die Termine der Bundesministerin weiter wie geplant statt“, stellte die Sprecherin klar.

Die Organisation der sicheren Rückreise wird zur Herausforderung. Die notwendige Logistik werde „zwischen den beteiligten Ministerien und Behörden abgestimmt; alternative Rückreisemöglichkeiten werden geprüft“. Die Delegation bleibt bis auf Weiteres in Riad. Die jüngste Eskalation begann, als die pro-iranische Huthi-Miliz aus dem Jemen ihre Angriffe auf saudische Flughäfen intensivierte. Am Samstag traf es den internationalen Flughafen in Riad. Nach Angaben Saudi-Arabiens wurden bei dem Angriff zwölf Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Ein indischer Staatsbürger erlag später seinen Verletzungen. Auch am Sonntag wurde laut Luftfahrtbehörde ein weiterer Angriff gemeldet, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Seit Samstag bleibt der Flughafen für Flüge gesperrt.

Reiche verurteilte die tödlichen Angriffe als „Terrorakt“. Die Ministerin zeigte sich laut eigenen Angaben mit „Entsetzen und tiefer Trauer“ betroffen. Auf der Plattform X schrieb sie: „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und den Verletzten. Wir stehen fest an der Seite unserer Partner in Saudi-Arabien.“

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Deutschlands Delegierte in der Gefahrenzone

Die jüngsten Ereignisse rund um den Flughafen von Riad verdeutlichen einmal mehr die unmittelbare Bedrohung, die selbst für hochrangige Politikerinnen und Politiker bei internationalen Konferenzen inzwischen Realität ist. Dass Bundesministerin Reiche und ihr Team mitten im Zentrum eines solchen Krisenvorfalls feststecken, macht den abstrakten Konflikt der Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien plötzlich spürbar nah. Es ist beunruhigend, wie rasch sich scheinbare Routinediplomatie in einen Ausnahmezustand verwandeln kann. Für Planung, Sicherheit und die internationale Kooperation der Bundesregierung bedeutet das neue Herausforderungen. Die Zukunft könnte erfordern, dass selbst Reisen in bedeutende Konferenzstädte wie Riad nicht mehr als sicher vorausgesetzt werden dürfen. Viele Akteure werden ihre Strategien zur Teilnahme an internationalen Veranstaltungen überdenken müssen. Diese Entwicklung birgt Unsicherheiten, deren Folgen für die internationale Zusammenarbeit erst noch sichtbar werden.

Historischer Hintergrund

Die Huthi-Miliz kämpft im Jemen seit Jahren gegen die international anerkannte Regierung und wird vom Iran unterstützt. Wiederholt griff die Gruppe dabei Ziele im benachbarten Saudi-Arabien an. Die aktuelle Eskalation richtet sich nun verstärkt gegen zivile Einrichtungen wie den Flughafen in Riad. Die Energy Week in Riad zieht regelmäßig Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und internationalen Organisationen an.

Zukunftsprognose

Sollte die Sicherheitslage in Saudi-Arabien angespannt bleiben, könnten internationale Konferenzen und Dienstreisen deutscher Regierungsmitglieder insgesamt seltener werden. Auch wirtschaftliche Projekte könnten sich verzögern. Zugleich könnte die Kooperation zwischen Deutschland und Saudi-Arabien in Sicherheitsfragen enger werden. Potenziell wächst auch der internationale Druck, den Konflikt im Jemen diplomatisch zu lösen, um künftige Angriffe zu verhindern. Die Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

Erklärungen

Wer sind die Huthi?

Die Huthi-Miliz ist eine vom Iran unterstützte bewaffnete Gruppe im Jemen. Sie kämpft gegen die Zentralregierung und ist wiederholt für Angriffe im Ausland verantwortlich.

Was ist die Energy Week in Riad?

Die Energy Week ist eine internationale Fachkonferenz zu Energiethemen, die führende Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Ländern in Riad versammelt.

OZD-Extras

Zahlreiche internationale Delegierte sind derzeit in Riad von der Flughafensperrung betroffen. Auswirkungen auf internationale Aktienmärkte blieben bislang aus, könnten aber bei weiteren Angriffen nicht ausgeschlossen werden.

Gewinnspiel

Welche deutsche Ministerin konnte nach Angriffen aus Riad nicht abreisen?

A) Katherina Reiche

B) Annalena Baerbock

C) Nancy Faeser

D) Svenja Schulze

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.