Fakten im Überblick
Vereinigte Liste und Raam kommen im Zwischenstand gemeinsam auf 19 Sitze.
Netanjahus Block erreicht 53, Eisenkots Opposition 48 Mandate.
Für eine Mehrheit in der Knesset sind 61 Sitze nötig.
Bei der Parlamentswahl in Israel haben die Listen arabischer Israelis nach Auszählung von rund 85 Prozent der Stimmen weiter zugelegt. Vereinigte Liste und Raam kommen nach Angaben der Wahlkommission gemeinsam auf 19 der 120 Sitze. Die Ergebnisse sind noch vorläufig.
Der Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erreicht 53 Sitze, das Oppositionsbündnis von Gadi Eisenkot 48. Keine Seite besitzt damit die erforderlichen 61 Mandate. In einigen arabisch-israelischen Gemeinden lag die Beteiligung nahezu bei 100 Prozent.
Arabische Parteien könnten eine Koalition ermöglichen oder eine Minderheitsregierung stützen. Eisenkot hatte eine formelle Koalition mit arabischen Abgeordneten im Wahlkampf ausgeschlossen. Scheitern neue Mehrheiten, drohen lange Verhandlungen oder Neuwahlen.
OZD/AFP
OZD-Kommentar - Einordnung
Die hohe Mobilisierung arabischer Israelis verändert das Kräfteverhältnis. Demokratische Legitimität verlangt, ihre Stimmen politisch gleichwertig zu behandeln, auch wenn Koalitionsverhandlungen schwierig bleiben.
Historischer Hintergrund
Arabische Parteien spielten in Israel lange eine begrenzte Regierungsrolle. Raam unterstützte jedoch bereits eine frühere Koalition und zeigte damit neue Möglichkeiten.
Zukunftsprognose
Das Endergebnis wird bis Freitag erwartet. Danach beginnen Parteiengespräche und die Entscheidung über den Regierungsauftrag.
Was ist eine Minderheitsregierung?
Eine Regierung ohne eigene Mehrheit, die bei Abstimmungen von anderen Parteien geduldet wird.
OZD-Extra - Rekordverdächtige Mandatszahl
19 Sitze wären für die arabischen Listen ein historisch starkes Ergebnis.
Gewinnspiel
Wie viele Sitze erreichen die arabischen Listen im Zwischenstand?
A: 12
B: 15
C: 19
D: 25
Zum großen OZD-Gewinnspiel 2026
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.