Die Auslosung der Europa League im Grimaldi Forum von Monaco brachte den deutschen Vertretern VfB Stuttgart und SC Freiburg alles andere als Traumlose. Stuttgart muss sich in der Ligaphase gleich mit Hochkarätern messen: Gegner sind unter anderem die AS Rom, Feyenoord Rotterdam, Fenerbahce Istanbul, Celta Vigo und der FC Basel. Für Trainer Sebastian Hoeneß bedeutet das eine Gruppenphase mit internationalem Spitzenniveau, die zu einer echten Bewährungsprobe für sein Team werden dürfte.
Auch Freiburg hat es nicht leichter erwischt. Der Sport-Club trifft auf starke Gegner wie OSC Lille, OGC Nizza und den FC Bologna. Ergänzt wird die Gruppe durch Gegner wie RB Salzburg, Viktoria Pilsen, Maccabi Tel Aviv, FC Basel und den FC Utrecht. Damit stehen die Breisgauer vor einer enormen sportlichen Herausforderung, die nicht nur Qualität, sondern auch Kaderbreite erfordert.
Etwas einfacher scheint die Ausgangslage für den FSV Mainz 05 in der Conference League. Die Rheinhessen treffen unter anderem auf AC Florenz und Lech Posen, dazu auf Zrinjski Mostar, Omonia Nikosia, Samsunspor und Universitatea Craiova. Hier dürften die Chancen auf ein Weiterkommen besser stehen als für Stuttgart und Freiburg.
Die Spielpläne sollen bis spätestens Sonntag veröffentlicht werden. Die Europa League beginnt am 24./25. September, das Endspiel findet am 20. Mai 2026 in Istanbul statt. In der Conference League geht es am 2. Oktober los, das Finale steigt am 27. Mai 2026 in Leipzig. Für Stuttgart und Freiburg ist bereits die Ligaphase ein echter Härtetest, Mainz darf dagegen auf ein etwas leichteres Los hoffen.
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OZD-Kommentar
Diese Auslosung ist ein bitterer Weckruf für den deutschen Fußball: Stuttgart und Freiburg werden auf internationalem Parkett an ihre Grenzen stoßen. Wer in einer Gruppe mit Rom, Fenerbahce oder Lille und Nizza steht, kann sich keine Durchhänger leisten. Der Modus erlaubt zwar auch den Sprung über Play-offs, doch die Qualität der Gegner bedeutet: Schon kleine Fehler können das Aus bedeuten. Mainz hat es dagegen vergleichsweise gut erwischt und könnte international für positive Schlagzeilen sorgen. Die Realität aber lautet: Der deutsche Fußball muss um seinen Ruf in der Europa League kämpfen – und wird sich nicht mehr hinter Bayern oder Dortmund verstecken können.
OZD-Analyse
Fakten
Stuttgart spielt in der Europa League unter anderem gegen Rom, Fenerbahce, Feyenoord, Basel und Vigo.
Freiburg trifft u. a. auf Lille, Nizza, Bologna und Salzburg.
Mainz startet in der Conference League u. a. gegen Florenz und Lech Posen.
Start Europa League: 24./25. September – Finale am 20. Mai 2026 in Istanbul.
Start Conference League: 2. Oktober – Finale am 27. Mai 2026 in Leipzig.
Bewertung
a) Stuttgart
– Extrem starke Gegner, kaum Verschnaufpausen.
– Schlüssel: Heimspiele gewinnen und auswärts punkten.
– Kaderbreite wird entscheidend, vor allem in der Offensive.
b) Freiburg
– Gruppe fast auf Champions-League-Niveau.
– Chancen bestehen nur mit maximaler Konstanz.
– Besonders Lille und Nizza sind Gegner mit hohem Tempo und Qualität.
c) Mainz
– Losglück im Vergleich.
– Florenz als Favorit, aber Platz zwei realistisch.
– Gute Möglichkeit, international für Furore zu sorgen.
Ausblick
– Stuttgart und Freiburg müssen von Beginn an auf Topniveau agieren.
– Mainz hat die Chance, als einziger deutscher Klub in seiner Europagruppe wirklich zu glänzen.
– International zeigt sich einmal mehr: Die Bundesliga unterhalb der Topvereine steht vor einem harten Realitätstest.
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OZD-Erklärungen
Was ist die Europa League?
Die Europa League ist der zweithöchste Europapokalwettbewerb der UEFA. Er bietet Mannschaften aus den Topligen, die sich nicht für die Champions League qualifizieren konnten, eine große Bühne und ist sportlich wie finanziell bedeutsam.
Was ist die Conference League?
Die Conference League wurde 2021 von der UEFA eingeführt und ist der dritthöchste Europapokal. Sie gibt auch kleineren Klubs und Ligen die Möglichkeit, auf internationaler Ebene regelmäßig Spiele zu bestreiten.
Wer ist Jürgen Klinsmann?
Jürgen Klinsmann ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Er war Weltmeister 1990 und trainierte u. a. die deutsche Nationalmannschaft. Bei der Auslosung in Monaco fungierte er als „Losfee“.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.