Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

Fürth siegt 5:4 in Magdeburg – Ein Wahnsinnsspiel mit Happy End

Neun Tore, ein Platzverweis und ein Finale in der 99. Minute: Fürth triumphiert in Magdeburg mit 5:4 – und feiert nach einem wilden Schlagabtausch ein irres Comeback.

Die SpVgg Greuther Fürth hat in einer denkwürdigen Partie ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Beim 1. FC Magdeburg setzten sich die Franken mit 5:4 (1:1) durch – und das nach einem Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war.

Das kongeniale Sturmduo Noel Futkeu und Felix Klaus schoss die Fürther auf die Siegerstraße, ehe Marco John in der neunten Minute der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer erzielte. Futkeu traf doppelt (24., 69.), Klaus steuerte ebenfalls zwei Tore bei (63., 77.). John war es schließlich, der die wilde Achterbahnfahrt mit dem letzten Treffer entschied.

Für Magdeburg war Alexander Ahl-Holmström der Mann des Spiels, er glich zweimal aus (28., 65.) und brachte die Hoffnung zurück. Nach dem Platzverweis für Fürths Alexander Nollenberger (71.) witterten die Gastgeber ihre Chance. Rayan Ghrieb (84.) und Noah Pesch (90.+3) brachten den FCM noch einmal zurück ins Rennen – doch John hatte das letzte Wort.

Magdeburg bestimmte lange Zeit das Spiel, war gefährlicher und schien die Kontrolle zu haben. Doch Fürth zeigte die kalte Effizienz, die den Unterschied machte. Am Ende jubelte das Kleeblatt über drei Punkte, die wohl auch mental ein Befreiungsschlag sind.

OZD


OZD-Kommentar

Dieses Spiel war ein Sinnbild für das, was die 2. Bundesliga ausmacht: Spektakel, Überraschungen und ein ständiges Hin und Her. Doch so sehr Fürth am Ende jubelte, die Defensivleistung war erneut alarmierend. Vier Gegentore in einem Auswärtsspiel können nicht der Maßstab sein, wenn man oben mitspielen will. Magdeburg wiederum zeigte Moral, wurde für seinen Offensivdrang aber nicht belohnt. Der Unterschied lag darin, dass Fürth in den entscheidenden Momenten eiskalt zuschlug. Für beide Teams bleibt klar: Wer defensiv so wackelt, wird im Aufstiegskampf keinen langen Atem haben. Für Fürth ist der Sieg nur dann ein echter Wendepunkt, wenn die Abwehr endlich Stabilität findet.


Lesermeinungen

"Das war Werbung für den Fußball – aber mein Herz hält so ein Spiel nicht jede Woche aus!" – Martin S., Fürth
"Toller Fight von Magdeburg, aber am Ende fehlt einfach die Abgezocktheit. Bitter!" – Jana Kroll., Magdeburg
"Defensiv war das ein Offenbarungseid, auch wenn wir gewonnen haben. So geht es nicht weiter." – Peter Wehn, Nürnberg


OZD-Analyse

Schlüssel zum Fürther Sieg
– Effizienz vor dem Tor durch Futkeu und Klaus
– Spätes Aufbäumen und Siegtor durch John
– Trotz Unterzahl hohe Mentalität und unbedingter Wille

Schwächen beider Teams
– a) Fürth mit massiven Problemen in der Defensive, vier Gegentore sind alarmierend
– b) Magdeburg dominierte, konnte aber die Chancenverwertung nicht in Zählbares ummünzen
– c) Platzverweis gegen Nollenberger stellte das Spiel auf den Kopf

Bedeutung für die Saison
– Fürth tankt Selbstvertrauen, muss aber an der Stabilität arbeiten
– Magdeburg beweist Kampfgeist, steht am Ende jedoch mit leeren Händen da
– Beide Teams bleiben für neutrale Zuschauer ein Garant für Spektakel


OZD-Erklärung

Wer ist Noel Futkeu?
Noel Futkeu, geboren 2002, ist ein deutscher Stürmer mit nigerianischen Wurzeln. Er wurde in der Jugend von Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund ausgebildet und wechselte über die Station Alemannia Aachen zu Greuther Fürth. Dort entwickelte er sich schnell zu einem gefährlichen Angreifer mit hohem Tempo und starker Physis. Futkeu gilt als einer der spannendsten jungen Offensivspieler der 2. Bundesliga.

OZD-Erklärung

Was ist die SpVgg Greuther Fürth?
Die SpVgg Greuther Fürth ist ein Traditionsverein aus Bayern, gegründet 1903. Dreimaliger deutscher Meister (1914, 1926, 1929), erlebte der Klub in der Bundesliga-Geschichte Höhen und Tiefen. Die Spielvereinigung trägt ihre Heimspiele im Sportpark Ronhof aus. Typisch für Fürth ist die Ausbildung junger Talente, die später oft den Sprung zu größeren Klubs schaffen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.