US-Rockstar Bruce Springsteen hat bei einer Großdemonstration in Minneapolis einen neuen Protestsong gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE vorgestellt. Vor tausenden Demonstrierenden sang Springsteen am Freitag erstmals öffentlich „Streets of Minneapolis“, ein Lied, das er nach tödlichen Schüssen im Umfeld von Abschiebe-Razzien in der Stadt komponiert hatte.
„Dies ist für die Menschen von Minneapolis, für Minnesota und für die Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte der 76-Jährige vor der Menge. Die Demonstration war Teil eines landesweiten Aktionstags unter dem Motto „Nationaler Shutdown“, der sich gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump und das harte Vorgehen der Sicherheitsbehörden richtete.
Auslöser der Proteste war der Tod des 37-jährigen Krankenpflegers Alex Pretti, der am Rande einer Abschiebe-Razzia erschossen worden war. Das Heimatschutzministerium sprach zunächst von „Abwehrschüssen“, doch Videoaufnahmen zeigen den Mann bereits überwältigt am Boden, als die tödlichen Schüsse fielen. Zuvor hatte es in Minneapolis bereits einen weiteren tödlichen Einsatz gegeben, bei dem eine unbewaffnete Autofahrerin erschossen wurde.
Springsteens Song ist eine direkte Anklage. Im Refrain singt er: „Oh Minneapolis, ich höre deine Stimme, die durch den blutigen Nebel schreit.“ In einer weiteren Zeile wendet er sich gegen „König Trumps Privatarmee“ – eine Anspielung auf die massiven Einsätze von ICE und der Grenzschutzbehörde CBP. Rund 3000 Einsatzkräfte waren zuletzt in die Region entsandt worden.
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OZD-Kommentar – Wenn Musik lauter ist als GewaltBruce Springsteen tut das, was Politik und Institutionen zunehmend verweigern: Er benennt Gewalt als Gewalt. Wenn ein Künstler im Rentenalter klarer spricht als eine Supermacht, ist das ein Alarmsignal. Minneapolis ist kein Einzelfall, sondern ein Symbol. Wer hier wegschaut, macht sich mitschuldig.
Historischer HintergrundProtestsongs sind Teil der US-Geschichte. Von Vietnam über Bürgerrechte bis Black Lives Matter haben Musiker gesellschaftliche Brüche vertont. Springsteen reiht sich mit „Streets of Minneapolis“ bewusst in diese Tradition ein – als Chronist staatlicher Gewalt und sozialer Spaltung.
ZukunftsprognoseDer öffentliche Druck auf die US-Regierung dürfte weiter wachsen. Ob Teilabzüge der Einsatzkräfte ausreichen, ist fraglich. Ohne strukturelle Reformen bei Abschiebepolitik und Polizeieinsätzen droht Minneapolis kein Ausnahmefall, sondern ein Vorbote weiterer Eskalationen zu werden.
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Wie heißt der neue Protestsong von Bruce Springsteen?
A) Streets of America
B) Streets of Minneapolis
C) Blood on the Streets
D) Voices of Minnesota
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– Künstler: Bruce Springsteen
– Ort: Minneapolis, Minnesota
– Song: Streets of Minneapolis
– Anlass: Tödliche ICE-Einsätze
– Protestmotto: Nationaler Shutdown
1. Politische Dimension
a) Eskalation der Abschiebepolitik
b) Militarisierung ziviler Einsätze
c) Vertrauensverlust in Behörden
2. Gesellschaftliche Reaktion
a) Landesweite Proteste
b) Prominente Unterstützung
c) Wachsende Polarisierung
3. Rolle der Kultur
a) Musik als Sprachrohr
b) Emotionalisierung der Debatte
c) Internationales Medienecho

Bruce Springsteen ist einer der einflussreichsten US-Rockmusiker und seit Jahrzehnten politisch engagiert. Der Musiker nutzt seine Popularität regelmäßig, um soziale Ungerechtigkeit, Krieg und staatliche Gewalt zu kritisieren.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
„Streets of Minneapolis“ ist
der erste neue Song Springsteens seit seiner Welttournee – und gilt
bereits jetzt als einer der politisch schärfsten Titel seiner Karriere.