Mit Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß startet das deutsche Biathlon-Team in die olympische Medaillenjagd. In der Mixed-Staffel am Sonntag um 14.05 Uhr bilden Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Schlussläuferin Preuß das Quartett des Deutschen Skiverbandes. Es ist die erste von insgesamt elf Biathlon-Entscheidungen bei den Olympischen Winterspielen in Antholz. Erwartet wird zudem der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Wettkampf.
Die Mixed-Staffel gilt als eines der anspruchsvollsten Rennen im Biathlon-Kalender. „Die Mixed-Staffel ist wahrscheinlich das brutalste Rennen, weil so viele Nationen mindestens zwei gute Männer und Frauen haben“, sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling im Vorfeld. Selbst mit einer starken Leistung sei ein Platz außerhalb des Podiums möglich. „Du kannst einen fantastischen Wettkampf machen, wirst aber trotzdem nur Fünfter.“
Dennoch sind die Hoffnungen auf einen gelungenen Start groß. Ein früher Erfolg könne eine enorme Wirkung auf das gesamte Team haben. „Wenn es von Beginn an bei einem läuft, dann sind viele Dinge leichter“, erklärte Bitterling. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen an eine Vorentscheidung. Olympia sei nicht allein von diesem Rennen abhängig. Doch ein Auftakterfolg könne eine Dynamik erzeugen, „die nicht bezahlbar ist“.
Bei den Winterspielen in Peking 2022 belegte das deutsche Team in der Mixed-Staffel den fünften Platz. Damals gehörten neben Vanessa Voigt und Philipp Nawrath auch Denise Herrmann-Wick und Benedikt Doll zum Aufgebot. OZD
OZD-Kommentar – Der erste Schuss entscheidet mehr als ein Rennen
Die Mixed-Staffel ist mehr als nur der Auftakt – sie ist ein Stimmungstest für das gesamte deutsche Biathlon-Team. Mit Franziska Preuß steht eine Athletin bereit, die wie kaum eine andere für Konstanz und mentale Stärke steht. Doch genau darin liegt auch die Härte dieses Rennens: Fehler werden sofort bestraft, Perfektion ist Pflicht. Ein früher Erfolg kann Flügel verleihen, ein Rückschlag lange nachwirken. Deutschland startet nicht als klarer Favorit, aber als ernstzunehmender Anwärter. In einem Rennen, das kaum Raum für Taktik lässt, entscheidet am Ende vor allem eines: Nervenstärke.
Historischer HintergrundDie Mixed-Staffel gehört seit 2014 zum olympischen Biathlon-Programm. Sie verbindet die Leistungen von Frauen und Männern in einem Rennen und gilt als besonders unberechenbar. Deutschland konnte in dieser Disziplin bislang noch kein olympisches Gold gewinnen, zählt jedoch regelmäßig zur erweiterten Weltspitze.
ZukunftsprognoseEin starkes Ergebnis zum Auftakt könnte dem deutschen Team zusätzlichen Rückenwind für die weiteren Biathlon-Entscheidungen geben. Mit elf Wettbewerben bietet Antholz zahlreiche Medaillenchancen. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die Form von Franziska Preuß und die Stabilität der Staffel auf die Einzelrennen zu übertragen.
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Frage:
Wer ist Schlussläuferin der deutschen Mixed-Staffel im Biathlon?
A) Vanessa Voigt
B) Denise Herrmann-Wick
C) Franziska Preuß
D) Laura Dahlmeier
Richtige Antwort:
C) Franziska Preuß
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Mini-Infobox
– Wettbewerb: Mixed-Staffel
– Austragungsort: Antholz
– Startzeit: Sonntag, 14.05 Uhr
– Deutsche Starter: Strelow, Nawrath, Voigt, Preuß
– Biathlon-Entscheidungen gesamt: 11
Bedeutung des Auftakts
a) Psychologischer Effekt für das Team
b) Frühe Standortbestimmung
c) Signal an die Konkurrenz
Stärke des deutschen Teams
a) Preuß als Schlussläuferin
b) Ausgeglichenes Quartett
c) Erfahrung aus Weltcup und Olympia
Internationale Konkurrenz
a) Viele Nationen mit starker Breite
b) Kaum taktische Reserven
c) Fehlerquote als Schlüsselfaktor
Wer ist Franziska Preuß?
Franziska Preuß ist eine deutsche Biathletin und Gesamtweltcupsiegerin.
Sie zählt seit Jahren zur Weltspitze und gilt als besonders starke
Staffelläuferin. Bei den Olympischen Winterspielen ist sie eine der
zentralen Hoffnungsträgerinnen des deutschen Teams.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-ExtrasFaktor Antholz: Die Höhenlage und die anspruchsvolle Strecke machen den Biathlon-Wettkampf besonders kräftezehrend – Fehler am Schießstand sind hier fast unvermeidlich.
