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Lahm fordert Kimmich-Revolution! Jetzt wächst der Druck auf Nagelsmann

Philipp Lahm fordert Joshua Kimmich zurück ins DFB-Mittelfeld. Nach Matthäus wächst vor Paraguay der Druck auf Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Die Diskussion um die Position von Joshua Kimmich in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nimmt immer größere Ausmaße an. Nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat sich nun auch Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm deutlich für eine Rückkehr des DFB-Kapitäns ins zentrale Mittelfeld ausgesprochen. Vor dem Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Paraguay wächst damit der öffentliche Druck auf Bundestrainer Julian Nagelsmann.

In seiner WM-Kolumne für den kicker kritisierte Lahm die bisherigen Leistungen von Aleksandar Pavlovic und sprach sich für eine personelle Veränderung aus.

"Aleksandar Pavlovic hat in diesem Turnier noch nicht wirklich überzeugt, ich erkenne unglaublich viele leichte Ballverluste", schrieb Lahm. "Er ist nicht optimal positioniert auf dem Feld. Ich sehe deshalb Joshua Kimmich im Mittelfeld."

Für Lahm liegt die Lösung auf der Hand. Kimmich habe über viele Jahre seine Klasse auf dieser Position bewiesen.

"Dort etwa zehn Jahre auf hohem Niveau gespielt, in der Nationalelf wie beim FC Bayern. Er würde der Mannschaft Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden."

Vor allem das Aufbauspiel könne profitieren.

"Kimmich könne der Defensive helfen, genau wie der Offensive mit seinen tiefen Pässen."

Als idealen Partner im defensiven Mittelfeld sieht Lahm derzeit Felix Nmecha. Pavlovic müsse dafür aus der Startelf weichen.

Für die rechte Abwehrseite schlägt der Weltmeister von 2014 Waldemar Anton vor.

"Ob links Nathaniel Brown oder David Raum spielt, macht keinen großen Unterschied. Rechts hinten tut man jedoch Kimmich keinen Gefallen. Seine Stärken und Führungsqualitäten sind im Mittelfeld gefragt."

DFB-Sportdirektor Rudi Völler wollte sich auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinalduell gegen Paraguay nicht auf die Diskussion einlassen.

"Kimmich sei da, wo er spielt, ganz gut aufgestellt."

Julian Nagelsmann hatte einen erneuten Positionswechsel bislang stets ausgeschlossen. Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador ließ der Bundestrainer allerdings erstmals eine kleine Hintertür offen.

"Im Fußball sollte man nichts ausschließen."

Ob Nagelsmann auf die prominenten Forderungen von Lahm und Matthäus reagiert, dürfte sich nun im K.o.-Spiel gegen Paraguay zeigen. Dort steht die deutsche Mannschaft nach der ersten Turnierniederlage bereits erheblich unter Erfolgsdruck.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Der DFB darf Kimmich nicht verschenken

Wenn sich mit Philipp Lahm und Lothar Matthäus gleich zwei Weltmeister-Kapitäne unabhängig voneinander für dieselbe Lösung aussprechen, sollte der Bundestrainer zumindest genau hinhören. Joshua Kimmich gehört seit Jahren zu den besten zentralen Mittelfeldspielern Europas. Seine Spielübersicht, Passqualität und Führungsstärke kommen dort deutlich besser zur Geltung als auf der rechten Abwehrseite. Nagelsmann muss jetzt entscheiden, ob er an seiner Linie festhält oder auf die wachsende Kritik reagiert. Gegen Paraguay könnte genau diese Personalfrage über den weiteren Turnierverlauf entscheiden.


Historischer Hintergrund

Joshua Kimmich entwickelte sich beim FC Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft zu einem der führenden zentralen Mittelfeldspieler Europas. Erst in den vergangenen Jahren wurde er aufgrund personeller Engpässe regelmäßig als Rechtsverteidiger eingesetzt. Die Positionsdebatte begleitet den DFB inzwischen über mehrere Turniere und flammt nach schwächeren Leistungen regelmäßig wieder auf.


Zukunftsprognose

Sollte Deutschland gegen Paraguay erneut Probleme im Spielaufbau zeigen, dürfte der öffentliche Druck auf Julian Nagelsmann weiter steigen. Eine Rückversetzung Kimmichs ins Mittelfeld könnte bereits im weiteren Verlauf der K.o.-Phase erfolgen. Gelingt der Positionswechsel erfolgreich, könnte das der deutschen Mannschaft mehr Stabilität und Kontrolle verleihen.


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Frage: Auf welcher Position sieht Philipp Lahm Joshua Kimmich?

A) Mittelstürmer

B) Rechtsverteidiger

C) Zentrales Mittelfeld

D) Innenverteidiger

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Mini-Infobox

Philipp Lahm fordert Kimmich im Mittelfeld.

Lothar Matthäus vertritt dieselbe Meinung.

Pavlovic steht in der Kritik.

Waldemar Anton wäre Lahms Lösung für rechts hinten.

Nagelsmann schließt einen Wechsel nicht mehr aus.


OZD-Analyse

Positionsdebatte gewinnt an Dynamik

– Mit Philipp Lahm meldet sich ein weiterer Weltmeister öffentlich zu Wort.

Lahms Vorschlag

– a) Kimmich zurück ins Mittelfeld.

– b) Felix Nmecha als Partner.

– c) Waldemar Anton übernimmt die rechte Abwehrseite.

Folgen

– Die Diskussion erhöht den Druck auf Julian Nagelsmann erheblich. Seine Personalentscheidung gegen Paraguay könnte richtungsweisend für den weiteren WM-Verlauf der deutschen Mannschaft sein.


Erklärungen

Wer ist Philipp Lahm?

Philipp Lahm führte Deutschland 2014 als Kapitän zum Weltmeistertitel in Brasilien. Der ehemalige Außenverteidiger des FC Bayern München gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten und äußert sich heute regelmäßig als Experte und Kolumnist zu Themen rund um den internationalen Fußball.

Wer ist Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich ist Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Profi des FC Bayern München. Er gilt als einer der vielseitigsten Spieler Europas und kann sowohl im zentralen Mittelfeld als auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden.

OZD-Extras

Bemerkenswert ist, dass sich mit Lothar Matthäus und Philipp Lahm gleich zwei ehemalige Weltmeister-Kapitäne unabhängig voneinander für dieselbe taktische Änderung aussprechen. Eine derart einheitliche Expertenmeinung ist im deutschen Fußball eher selten.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.