Die Übersicht
Donald Trump fordert eine weitere WM in den USA.
Gastgeber 2030: Spanien, Portugal und Marokko.
Gastgeber 2034: Saudi-Arabien.
WM-Turniere ab 2038 sind noch nicht vergeben.
Donald Trump möchte die Fußball-Weltmeisterschaft möglichst schnell wieder in die Vereinigten Staaten holen. Nach dem Finale der XXL-WM im MetLife Stadium in East Rutherford kündigte der US-Präsident an, sich "sofort" für eine weitere Austragung des weltweit größten Fußballturniers in den USA einsetzen zu wollen. Seine Botschaft richtete er öffentlich an FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Im Gespräch mit Fox Sports erklärte Trump, er habe eine "tolle Idee" für den FIFA-Chef. "Ich sagte: Du musst zwei Länder auswählen. Kündige uns also beim nächsten Mal wieder an und danach ein weiteres Land. Das wird die Wut und den Schock etwas lindern." Angesichts des Erfolgs der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada wolle er unverzüglich eine neue Bewerbung anstoßen. "Wir müssen das noch einmal machen, und zwar solange ich noch da bin. Hast du das gehört, Gianni?", sagte Trump. "Wir müssen hören, was Gianni dazu sagt."
Die nächsten Gastgeber stehen allerdings bereits fest. Die Weltmeisterschaft 2030 wird in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen. Zum 100-jährigen Jubiläum des Turniers finden die ersten drei Partien zudem in Uruguay, Argentinien und Paraguay statt. Für 2034 hat die FIFA Saudi-Arabien als Gastgeber bestimmt. Erst die Turniere ab 2038 sind derzeit noch nicht vergeben.
Trump lobte die Veranstaltung überschwänglich und sprach von einem historischen Erfolg. "Ich glaube nicht, dass es jemals etwas Vergleichbares gegeben hat wie das, was rund um diese Weltmeisterschaft passiert ist", sagte er. "Es war wunderschön. Es war einfach wunderbar anzusehen, und ich gebe Gianni wirklich die Anerkennung dafür." Zugleich räumte er ein, dass seine frühere Sorge vor möglichen leeren Stadien unbegründet gewesen sei. "Damit lag ich wohl ziemlich daneben."
Nach dem WM-Finale überreichte Trump gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Weltpokal an die spanische Nationalmannschaft. Sein Betreten des Spielfelds wurde dabei von Pfiffen und Buhrufen eines Teils der Zuschauer begleitet. Während der Siegerehrung blieb der US-Präsident zunächst auf dem Podium der Weltmeister stehen und verließ die Bühne erst kurze Zeit später gemeinsam mit Infantino.
Bereits während des Turniers hatte Trump für Diskussionen gesorgt. Nach der Roten Karte gegen den US-Nationalspieler Folarin Balogun rief er nach eigenen Angaben FIFA-Präsident Infantino an und bat um eine Überprüfung der Entscheidung. Die Disziplinarkommission der FIFA setzte die Sperre anschließend zur Bewährung aus.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Zwischen Sport, Politik und großer Bühne
Die Fußball-Weltmeisterschaft ist längst weit mehr als ein Sportereignis. Politiker nutzen das globale Interesse, um sich selbst und ihr Land in Szene zu setzen. Donald Trump macht daraus keinen Hehl und verbindet sportliche Begeisterung mit politischer Symbolik. Seine Forderung nach einer erneuten WM in den USA dürfte vor allem als Signal an die heimische Öffentlichkeit verstanden werden. Ob die FIFA diesem Wunsch tatsächlich folgen wird, hängt allerdings von ihrem Vergabesystem und den Interessen der internationalen Fußballgemeinschaft ab. Klar ist: Der Einfluss der Politik auf den Weltfußball wird weiter wachsen.
Historischer Hintergrund
Die Vereinigten Staaten waren bereits 1994 Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft und richteten gemeinsam mit Kanada und Mexiko auch die Weltmeisterschaft 2026 aus. Die FIFA vergibt ihre Turniere Jahre im Voraus, um Planungssicherheit für Infrastruktur, Stadien und Organisation zu schaffen. Die Jubiläums-WM 2030 findet auf drei Kontinenten statt und gilt als einzigartiges Projekt in der Geschichte des Weltfußballs.
Zukunftsprognose
Die Gastgeber für die Weltmeisterschaften ab 2038 sind noch offen. Die USA dürften aufgrund ihrer modernen Infrastruktur, wirtschaftlichen Stärke und hohen Vermarktungsmöglichkeiten erneut zu den Favoriten gehören. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb mit anderen Bewerbern aus Asien, Europa, Afrika und Südamerika. Die FIFA wird bei künftigen Vergaben neben wirtschaftlichen Interessen auch geopolitische Aspekte stärker berücksichtigen.
Gewinnspiel
Frage: Für welches WM-Turnier stehen die Gastgeber derzeit noch nicht fest?
A) 2030
B) 2034
C) 2038
D) 2028
Gewinnspiel:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
OZD-Analyse
Politik nutzt den Fußball
– Die Weltmeisterschaft dient zunehmend als Bühne für politische Botschaften und internationale Selbstdarstellung.
Bewerbungschancen der USA
– a) Moderne Stadien und Infrastruktur.
– b) Hohe wirtschaftliche Attraktivität für die FIFA.
– c) Große TV- und Sponsorenmärkte.
Folgen
– Die Vergabe künftiger Weltmeisterschaften dürfte noch stärker von
wirtschaftlichen, politischen und strategischen Interessen geprägt
werden.
Erklärungen
Wer ist Donald Trump?
Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten und trat beim WM-Finale gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich auf. Er setzt sich für eine erneute Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA ein.
Was ist die FIFA?
Die FIFA organisiert die Fußball-Weltmeisterschaften, legt die Austragungsorte fest und verantwortet die internationalen Wettbewerbe des Weltfußballs.
OZD-Extras
Mit der WM 2030 richtet die FIFA erstmals ein Jubiläumsturnier auf mehreren Kontinenten aus. Die Eröffnungsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay erinnern an die erste Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.