Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

DER IRAN GREIFT US-STREITKRÄFTE AN - ÖLPREISE STEIGEN

Nach mehreren Tagen relativer Ruhe ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erneut eskaliert. Während das US-Militär abgefangene iranische Raketen meldet, ...

Kleine Übersicht

USA melden abgewehrten iranischen Raketenangriff.

US- und saudische Streitkräfte greifen Ziele im Irak an.

Ölpreise steigen nach der Eskalation um mehr als drei Prozent.

Treffen zwischen Donald Trump und Benjamin Netanjahu überschattet.


Die Spannungen im Nahen Osten haben sich erneut verschärft. Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom feuerte die iranische Revolutionsgarde mehrere ballistische Raketen auf US-Streitkräfte im Nahen Osten ab. Das Militär erklärte, sämtliche Raketen seien erfolgreich abgefangen worden.

Nahezu zeitgleich meldeten die USA und Saudi-Arabien gemeinsame Luftangriffe auf nach eigenen Angaben mit dem Iran verbündete Milizen im Irak. Diese Gruppen hätten zuvor zahlreiche Drohnenangriffe gegen US-Einrichtungen und die saudische Energieinfrastruktur durchgeführt.

Centcom erklärte, die Milizen seien von den iranischen Revolutionsgarden angewiesen worden, Angriffe auf amerikanische Soldaten und saudische Öl-Anlagen auszuführen. In den vergangenen Tagen habe es mehr als zwei Dutzend Drohnenattacken gegeben.

Saudi-Arabien sprach von einem Einsatz zur Selbstverteidigung. Nach Angaben Riads richteten sich neue Drohnenangriffe aus dem Irak erneut gegen wichtige Ölanlagen des Landes. Die Luftabwehr habe mehrere Drohnen abgefangen und zerstört.

Die pro-iranische Gruppierung "Islamischer Widerstand im Irak" wies sämtliche Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als Erfindung. Zugleich drohte sie für den Fall weiterer militärischer Aktionen mit einer harten Reaktion.

An den internationalen Finanzmärkten reagierten die Anleger unmittelbar. Die Ölpreise stiegen im asiatischen Handel um mehr als drei Prozent. Marktteilnehmer befürchten, dass eine weitere Eskalation die Energieversorgung im Nahen Osten beeinträchtigen könnte.

Die neuen Gefechte erfolgen nur wenige Stunden nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus. Beide Seiten bezeichneten das Gespräch als konstruktiv.

Trump erklärte zuletzt, er sehe weiterhin "eine gute Chance" für Verhandlungen mit Teheran. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die USA bei einem Scheitern der Diplomatie erneut militärisch eingreifen würden.

Netanjahu sprach nach dem Treffen von einem der besten Gespräche mit dem US-Präsidenten. Beide hätten ihr gemeinsames Ziel bekräftigt, den Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern.

Überschattet wurde das Treffen allerdings von Meinungsverschiedenheiten über das iranische Atomprogramm. Trump reagierte ungehalten auf israelische Hinweise zu einer mutmaßlich geheimen Nuklearanlage unter dem sogenannten Pickaxe-Berg und erklärte, die USA wüssten genau, was dort geschehe.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Der Waffenstillstand war offenbar nur eine kurze Atempause

Die jüngste Eskalation zeigt, wie fragil die Lage im Nahen Osten bleibt. Bereits wenige Tage ohne gegenseitige Angriffe wurden als Hoffnungsschimmer gewertet. Nun rücken militärische Antworten erneut in den Vordergrund. Besonders gefährlich ist die Einbindung weiterer Staaten wie Saudi-Arabien und die zunehmende Aktivität iranisch unterstützter Milizen. Die Prognose der OZD: Solange keine belastbaren Verhandlungen beginnen und regionale Stellvertreterkonflikte eingedämmt werden, bleibt das Risiko einer weiteren Eskalation hoch. Die Folgen würden weit über die Region hinausreichen.


Historischer Hintergrund

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran prägt den Nahen Osten seit Jahrzehnten. Der Iran unterstützt verschiedene schiitische Milizen im Irak, im Libanon, in Syrien und anderen Staaten. Die USA und Israel sehen insbesondere das iranische Atomprogramm als erhebliche Bedrohung. Angriffe auf Energieanlagen im Persischen Golf führten in der Vergangenheit wiederholt zu starken Ausschlägen an den Öl- und Finanzmärkten.


Zukunftsprognose

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Sollte es zu weiteren Raketen- oder Drohnenangriffen kommen, könnten die USA ihre Militärschläge ausweiten. Gleichzeitig bleibt ein diplomatischer Weg grundsätzlich möglich, wenn beide Seiten direkte Gespräche aufnehmen. Für die Weltwirtschaft bleiben insbesondere die Ölversorgung, die Sicherheit der Schifffahrt im Persischen Golf und die Stabilität der Energiepreise zentrale Faktoren.


Gewinnspiel

Frage: Wie stark stiegen die Ölpreise nach der neuen Eskalation laut Bericht?

A) Rund 1 Prozent

B) Rund 2 Prozent

C) Mehr als 3 Prozent

D) Mehr als 6 Prozent

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen



OZD-Analyse

Militärische Eskalation
– Der gegenseitige Abschreckungskurs zwischen den USA und dem Iran hält an.

Zentrale Entwicklungen
– a) Abgefangene iranische Raketen.
– b) US- und saudische Luftangriffe auf Milizen im Irak.
– c) Neue Drohnenangriffe auf saudische Energieanlagen.

Folgen
– Die Unsicherheit im Nahen Osten nimmt wieder deutlich zu. Höhere Energiepreise, steigende Risiken für die Schifffahrt und größere Nervosität an den internationalen Finanzmärkten sind wahrscheinliche Konsequenzen.


Wer ist Donald Trump?

Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten. Seine Nahostpolitik setzt auf massiven Druck gegenüber dem Iran und eine enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Israel und den arabischen Golfstaaten.

Was ist das United States Central Command?

CENTCOM ist das regionale Oberkommando der US-Streitkräfte für den Nahen Osten, Zentralasien und Teile Nordafrikas. Es koordiniert militärische Einsätze der USA in dieser strategisch wichtigen Region.


OZD-Extras

Der Persische Golf zählt zu den wichtigsten Energiekorridoren der Welt. Bereits kleinere militärische Zwischenfälle führen häufig zu deutlichen Schwankungen der Ölpreise, weil Investoren mögliche Lieferausfälle befürchten.

Wie wirkt sich das auf die Börsen aus oder hat es das schon?

Die Auswirkungen sind bereits sichtbar. Die Ölpreise legten unmittelbar um mehr als drei Prozent zu. Steigende Energiepreise belasten in der Regel Fluggesellschaften, Chemieunternehmen und energieintensive Industrien. Gleichzeitig profitieren häufig Öl- und Gasunternehmen sowie Rüstungswerte. Sollten sich die Spannungen weiter verschärfen, dürften die internationalen Aktienmärkte kurzfristig volatiler reagieren und sichere Anlagen wie Gold oder Staatsanleihen stärker gefragt sein.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.