Fakten im Überblick
CONCACAF bat Gianni Infantino, einem U14-Turnier in der Dominikanischen Republik fernzubleiben.
Die Anwesenheit des FIFA-Präsidenten könnte laut Schreiben den Nachwuchswettbewerb überschatten.
Mehrere Kontinental- und Nationalverbände distanzieren sich zunehmend von Infantino.
Die Krise um FIFA-Präsident Gianni Infantino spitzt sich weiter zu. Nach Informationen von Sky News wurde der Schweizer von der nord- und mittelamerikanischen Fußball-Konföderation CONCACAF ausdrücklich gebeten, einem U14-Jugendturnier in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Seine Anwesenheit würde die Aufmerksamkeit von der eigentlichen sportlichen Veranstaltung ablenken und die Nachwuchswettbewerbe "untergraben", soll CONCACAF-Präsident Victor Montagliani in einem Schreiben an den FIFA-Chef erklärt haben.
Trotz der Aufforderung reiste Infantino in den Karibikstaat. Dort traf er lokale Politiker sowie Vertreter des Fußballverbandes. Eine offizielle Stellungnahme der FIFA zu dem Vorgang lag zunächst nicht vor.
Der Druck auf den FIFA-Präsidenten hatte sich bereits nach dem inzwischen verworfenen WM-Investorenplan deutlich verschärft. Infantino plant dennoch, im März 2027 für eine vierte Amtszeit an der Spitze des Weltverbandes zu kandidieren.
Vor allem innerhalb des internationalen Fußballs wächst der Widerstand. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verweigert dem Schweizer inzwischen ihre Unterstützung, treibt seinen Rückzug voran und droht sogar mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben. Auch die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) sowie die CONCACAF haben ihren Ton gegenüber dem FIFA-Präsidenten zuletzt deutlich verschärft. Mehrere nationale Fußballverbände, darunter England, Wales und Schottland, haben ihre frühere Unterstützung ebenfalls zurückgezogen.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Infantinos Macht gerät ins Wanken
Noch vor wenigen Jahren schien Gianni Infantino politisch nahezu unangreifbar. Nun bröckelt seine Unterstützung auf mehreren Kontinenten gleichzeitig. Besonders brisant ist, dass nicht nur die UEFA, sondern inzwischen auch andere Kontinentalverbände öffentlich Distanz suchen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte der Machtkampf an der FIFA-Spitze vor der Präsidentenwahl 2027 völlig neue Dynamik entwickeln. Der Weltfußball steht vor einer Richtungsentscheidung.
Historischer Hintergrund
Gianni Infantino übernahm 2016 nach dem Korruptionsskandal um Sepp Blatter die Führung der FIFA. Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche Reformen angekündigt, gleichzeitig sorgten Projekte wie die Aufstockung der Weltmeisterschaften, neue Klub-Wettbewerbe und zuletzt der diskutierte WM-Investorenplan immer wieder für Kritik. Die Beziehungen zwischen FIFA und UEFA gelten seit Jahren als angespannt.
Zukunftsprognose
Bis zur FIFA-Präsidentenwahl 2027 dürfte der politische Druck weiter zunehmen. Sollten weitere Kontinentalverbände oder große Fußballnationen ihre Unterstützung entziehen, könnte Infantino erstmals ernsthafte Konkurrenz um das höchste Amt im Weltfußball bekommen. Die kommenden Monate dürften entscheidend für die künftige Machtverteilung innerhalb der FIFA werden.
Erklärungen
Wer ist Gianni Infantino?
Gianni Infantino ist seit 2016 Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. Der Schweizer Jurist war zuvor Generalsekretär der UEFA und verantwortet heute die weltweite Organisation internationaler Fußballwettbewerbe.
Was ist die CONCACAF?
Die CONCACAF ist der Fußball-Kontinentalverband für Nordamerika, Mittelamerika und die Karibik. Zu ihren Mitgliedern gehören unter anderem die USA, Mexiko, Kanada sowie zahlreiche karibische Fußballverbände. Sie organisiert unter anderem den Gold Cup und die Qualifikation für Weltmeisterschaften.
Gewinnspiel
Welcher Kontinentalverband forderte Gianni Infantino laut Bericht auf, einem Jugendturnier fernzubleiben?
A) UEFA
B) AFC
C) CONCACAF
D) CAF
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.