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Midterms USA: Erste Wahllokale in Indiana und Kentucky schließen

Midterms in den USA: Die ersten Wahllokale schließen. In Teilen von Indiana und Kentucky endete die Stimmabgabe jetzt.

Fakten im Überblick

In Indiana und Kentucky schlossen erste Wahllokale ab 18 Uhr Ortszeit.

Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 im Senat.

Die Demokraten wollen das Repräsentantenhaus von den Republikanern erobern.

In den USA haben am Dienstagabend die ersten Wahllokale für die Midterm-Wahlen geschlossen. In Teilen der Bundesstaaten Indiana und Kentucky endete die Stimmabgabe bereits um 18.00 Uhr Ortszeit, was 24.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit entspricht. Im Laufe der folgenden Stunden werden auch in allen anderen Bundesstaaten die Wahllokale nach und nach schließen. Traditionell werden erste Prognosen zu den Wahlergebnissen bereits kurz nach der Schließung veröffentlicht. Alaska im äußersten Westen des Landes ist der letzte Bundesstaat, in dem gewählt werden kann.

Die Zwischenwahlen zum Kongress gelten als wichtigster Stimmungstest zur Mitte der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump aus dem republikanischen Lager. Viele US-Bürger machen den Präsidenten und seine Partei für die zuletzt gestiegenen Treibstoff- und Lebenshaltungskosten verantwortlich. Die Belastung wird von dem Iran-Krieg, den die Trump-Regierung Ende Februar begann, und der aggressiven Zollpolitik zusätzlich verschärft. Die Wahl steht im Zeichen dieser vielfältigen Krisen und Spannungen.

Bei den diesjährigen Midterms werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Beide Kammern werden bislang noch von den Republikanern dominiert. Die oppositionellen Demokraten haben Umfragen zufolge große Chancen, das Repräsentantenhaus zu erobern. Dafür müssten sie mindestens vier Sitze hinzugewinnen. Auch im Senat hoffen sie auf eine Mehrheit von 51 Sitzen, wofür sie ebenfalls vier Mandate mehr benötigen. Ob das gelingen kann, bleibt jedoch unsicher. Rund 250 Millionen Wahlberechtigte konnten ihre Stimme abgeben, darunter mehr als 57 Millionen, die schon vor dem eigentlichen Wahltag gewählt hatten.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Midterms zeigen politische Spannungen in den USA

Die Kongresswahlen in den USA sind ein Gradmesser für die Stimmung im Land, das in einer Phase starker politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen steht. Steigende Lebenshaltungskosten, die Auswirkungen des Iran-Kriegs und ein international kritisiertes Zollregime lasten schwer auf einer gespaltenen Bevölkerung. Die große Beteiligung an der vorzeitigen Abstimmung lässt auf ein hohes politisches Interesse schließen.

Ob die Demokraten den viel zitierten Umschwung im Kongress wirklich schaffen, wird entscheidend für die Machtverhältnisse der kommenden Jahre sein. Ein klarer Sieg könnte die Handlungsfreiheit von Donald Trump deutlich beschneiden. Doch das Land bleibt weiter gespalten. Mein Eindruck: Selbst nach diesen Midterms werden die politischen Auseinandersetzungen kaum nachlassen, sondern sich neue Wege suchen.

Historischer Hintergrund

Die Midterms sind seit jeher eine zentrale Instanz im amerikanischen Wahlsystem. Sie finden in der Mitte der vierjährigen Präsidentschaftsperiode statt und entscheiden über die Mehrheitsverhältnisse im Senat und Repräsentantenhaus. Häufig führen sie dazu, dass die Partei des amtierenden Präsidenten Sitze verliert. Die Wahl 2026 ist besonders geprägt von hohen wirtschaftlichen Belastungen, einem laufenden Krieg im Iran und sichtbaren gesellschaftlichen Spaltungen in den USA.

Zukunftsprognose

Sollten die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen und im Senat Sitze hinzugewinnen, ist eine Blockade von Teilen der Agenda des Präsidenten wahrscheinlich. Ein Sieg der Republikaner würde hingegen die aktuelle Politik fortsetzen. Wirtschaft und Börsen reagieren oft nervös auf solche Machtkämpfe im Kongress. International ist vor allem der Kurs gegenüber Iran und internationalen Handelsbeziehungen gespannt zu beobachten. Es ist zu erwarten, dass politische Debatten und Unruhen in den USA präsent bleiben.

Erklärungen

Was sind die Midterms?

Die Midterms, auch Zwischenwahlen genannt, finden alle vier Jahre zur Halbzeit der Präsidentschaft statt. Es werden sämtliche Abgeordneten des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel des Senats gewählt.

Welche Bedeutung haben Prognosen am Wahlabend?

Prognosen werden in den USA unmittelbar nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht. Sie haben hohen Einfluss auf öffentliche Wahrnehmung und politische Strategien.

OZD-Extras

Mit 57 Millionen vorab abgegebenen Stimmen gibt es einen neuen Rekord bei der frühen Stimmabgabe.

Börsen und Devisenmärkte in den USA achten auf die Wahlergebnisse, da politische Machtverschiebungen kurzfristige Marktreaktionen auslösen können. Ein klarer Wechsel im Kongress wird von Analysten besonders aufmerksam verfolgt.

Gewinnspiel

Wie viele Sitze im Senat werden bei den diesjährigen Midterms neu vergeben?

A) 35

B) 50

C) 100

D) 435

Zum Gewinnspiel

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.