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Jackson klammert sich an Bayern-Wechsel – trotz Chelsea-Blockade

Trotz der Absage aus London bleibt Nicolas Jackson in München – und hofft weiter auf seinen Wechsel zum FC Bayern. Medien berichten von neuen Gesprächen zwischen den Klubs.

Das Tauziehen um Nicolas Jackson geht weiter. Der Stürmer des FC Chelsea hält trotz einer zwischenzeitlichen Absage des Premier-League-Klubs an seinem Traum von einem Wechsel zum FC Bayern München fest. "Wir hoffen immer noch, dass es klappt. Wenn wir keine Hoffnung hätten, wären wir nicht mehr hier", sagte sein Berater Diomansy Kamara gegenüber der Bild.

Noch am Samstagabend hatte Bayern-Sportvorstand Max Eberl verkündet, dass Chelsea den 23-jährigen Senegalesen wegen der Verletzung des Neuzugangs Liam Delap nicht mehr ziehen lassen wolle. "Chelsea hat uns informiert, dass sie den Spieler gerne zurückhaben wollen, nachdem wir uns gestern geeinigt haben", erklärte Eberl kurz vor dem 3:2-Sieg der Münchner in Augsburg.

Doch die Geschichte ist offenbar noch nicht vorbei: Jackson hielt sich am Sonntag mit seinem Tross weiter in einem Münchner Hotel auf. Medienberichten zufolge laufen erneut Gespräche zwischen Bayern und Chelsea. Demnach könnten die Londoner den Angreifer nun doch vor dem Ende der Transferfrist am Montag fest verkaufen, anstatt ihn lediglich zu verleihen.

Jackson, der in Chelseas Kader zuletzt keine Rolle mehr spielte, war bereits nach München gereist, um seinen Medizincheck zu absolvieren. Ein Transfer würde den Bayern nach dem geplatzten Wechsel von Nick Woltemade und der Absage von Florian Wirtz dringend benötigte Verstärkung für die Offensive bescheren. Ob der Deal jedoch in den letzten Stunden des Transferfensters noch gelingt, ist weiterhin offen – der Poker um Jackson bleibt spannend.

OZD


OZD-Kommentar

Dieser Transferpoker zeigt, wie groß die Unsicherheit und der Druck beim FC Bayern kurz vor Transferschluss sind. Jackson reist an, absolviert beinahe schon den Medizincheck, und doch droht der Deal am Zickzackkurs des FC Chelsea zu scheitern. Für die Bayern ist es ein gefährliches Spiel: Schon mehrere Wunschspieler gingen ihnen in diesem Sommer durch die Lappen. Bleibt auch Jackson unerreichbar, steht der Rekordmeister trotz voller Kassen und großer Namen im Hintergrund ohne dringend benötigte Verstärkung da. Ein Verein wie der FC Bayern darf sich solches Chaos eigentlich nicht leisten – andernfalls könnte die Konkurrenz aus Dortmund, Leipzig oder gar Leverkusen sportlich noch näher rücken.


Lesermeinungen

"Bayern wirkt gerade verzweifelt. Man sollte lieber einen klaren Plan haben, statt solchen Chaos-Deals." – Markus S., München
"Chelsea spielt nur Poker, um mehr Geld rauszuholen. Bayern darf sich darauf nicht einlassen." – Tobias R., Köln
"Wenn Jackson kommt, ist er genau der Stürmer, der Bayern fehlt. Schnell, flexibel, torgefährlich." – Sarah K., Hamburg


OZD-Analyse

Ausgangslage
– Jackson war schon in München für den Medizincheck
– Chelsea zog wegen Delap-Verletzung zunächst die Reißleine
– Nun stehen neue Gespräche über einen Verkauf im Raum

Bedeutung für Bayern
– Nach den geplatzten Transfers von Wirtz und Woltemade wächst der Druck
– Jackson könnte sofort eine Lücke in der Offensive schließen
– Risiko: Hoher Preis für einen Spieler, der bei Chelsea zuletzt außen vor war

Szenarien bis Transferschluss
– a) Chelsea stimmt einem festen Verkauf zu, Jackson wechselt noch vor Montag
– b) Die Gespräche scheitern, Bayern geht ohne Verstärkung ins Rennen
– c) Ein Last-Minute-Transfer eines alternativen Stürmers könnte folgen


OZD-Erklärung

Wer ist Nicolas Jackson?
Nicolas Jackson wurde 2001 im Senegal geboren und wechselte 2019 nach Europa. Nach Stationen bei Villarreal und einer starken Saison in Spanien sicherte sich der FC Chelsea 2023 seine Dienste für rund 35 Millionen Euro. Jackson gilt als schneller, durchsetzungsstarker Angreifer mit Stärken im Eins-gegen-Eins und im Abschluss. In London konnte er sich jedoch bislang nicht durchsetzen und stand zuletzt nicht mehr im Premier-League-Kader.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.