US-Präsident Donald Trump wird in der kommenden Woche persönlich am World Economic Forum im schweizerischen Davos teilnehmen. Das bestätigte WEF-Präsident Börge Brende am Dienstag. Trump werde von der größten US-Delegation begleitet, die jemals an dem renommierten Treffen führender Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilgenommen habe.
Im vergangenen Jahr hatte Trump kurz nach seiner Vereidigung für seine zweite Amtszeit per Videoschalte in Davos gesprochen und dabei unter anderem massive Einfuhrzölle angekündigt, die er später schrittweise umsetzte. Während seiner ersten Amtszeit war Trump mehrfach persönlich nach Davos gereist, zuletzt im Jahr 2020.
Das Weltwirtschaftsforum findet in diesem Jahr vom 19. bis 23. Januar statt. Der US-Delegation gehören laut Brende mindestens fünf hochrangige Mitglieder von Trumps Kabinett an, darunter Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent. Auch Trumps Sondergesandter Steve Witkoff wird erwartet.
Insgesamt rechnet das WEF mit einer Rekordbeteiligung von 64 Staats- und Regierungschefs. Unter ihnen befinden sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Sechs der sieben G7-Staats- und Regierungschefs werden ebenfalls in Davos erwartet. OZD
OZD-Kommentar – Davos wird zur Trump-Bühne
Trumps Rückkehr nach Davos ist mehr als ein diplomatischer
Pflichttermin. Er nutzt das Weltwirtschaftsforum gezielt als
Machtdemonstration gegenüber Verbündeten und Rivalen. Wer glaubt, Davos
sei nur Dialog, verkennt Trumps Kalkül: Er kommt, um Bedingungen zu
setzen – wirtschaftlich, politisch und strategisch.
Lernbox
– Trump reist persönlich zum WEF 2026
– Größte US-Delegation in der WEF-Geschichte
– Teilnahme von 64 Staats- und Regierungschefs
– Davos als Bühne globaler Wirtschaftsdebatten
– USA setzen neue Akzente in Handel und Geopolitik

Historischer Hintergrund
Das Weltwirtschaftsforum in Davos gilt seit Jahrzehnten als informelles
Machtzentrum der globalen Eliten. Staats- und Regierungschefs,
Konzernlenker und Notenbanker nutzen das Treffen für politische Signale
jenseits formeller Gipfeltreffen. Donald Trump sorgte bereits während
seiner ersten Amtszeit mit konfrontativen Auftritten in Davos für
Aufmerksamkeit.
Zukunftsprognose
Trumps Auftritt dürfte die Fronten zwischen den USA, Europa und China
weiter schärfen. Insbesondere in Handelsfragen und geopolitischen
Sicherheitsinteressen ist mit klaren Ansagen zu rechnen. Davos könnte
damit weniger Konsensforum als Bühne neuer Machtblöcke werden.
Quizfrage
In welchem Jahr war Donald Trump zuletzt persönlich beim Weltwirtschaftsforum in Davos anwesend?
OZD-Extras
Richtige Antwort: 2020.
Gewinnspiel: Drei Mal 100 Euro im Topf. Einsendeschluss ist der letzte
Tag des Monats der Veröffentlichung. Teilnahme dient ausschließlich der
Unterhaltung. Keine Auszahlung an Personen unter 18 Jahren. Es gelten
unsere AGB.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.