In einer Botschaft zum persischen Neujahrsfest Nowruz erklärte Chamenei, die Feinde des Iran seien „besiegt“. Die iranische Bevölkerung habe den USA und Israel mit Entschlossenheit einen „atemberaubenden Schlag“ versetzt. Der neue Machthaber trat erneut nicht persönlich auf – seit seiner Ernennung am 8. März ist er nicht öffentlich gesehen worden.
Gleichzeitig gehen die militärischen Auseinandersetzungen unvermindert weiter. Der Iran setzt seine Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel, Golfstaaten und US-Einrichtungen fort. In Kuwait wurden bei einem Angriff Teile einer Ölraffinerie in Brand gesetzt. Auch in Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden erneut Angriffe gemeldet.
Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten Angriffe auf US-Stützpunkte in den Emiraten sowie auf Ziele in Israel. Zudem drohte die iranische Armee mit Attacken auf US- und israelische Militärangehörige weltweit – selbst außerhalb aktiver Kampfzonen.
Auch Israel reagiert mit massiven Luftschlägen. In Teheran kam es während der Nowruz-Feiern zu Explosionen, historische Gebäude wurden beschädigt. Zudem wurden iranische Schiffe im Persischen Golf zerstört. In Jerusalem und Tel Aviv schlugen Geschosse ein, Luftalarm prägte den Alltag der Bevölkerung.
Die USA bereiten sich unterdessen offenbar auf eine weitere Eskalation vor. Medien berichten von der Verlegung tausender zusätzlicher Soldaten in die Region. Diskutiert wird sogar eine mögliche Besetzung der strategisch wichtigen Insel Charg, um den Iran unter Druck zu setzen und die Straße von Hormus wieder für den Ölhandel zu öffnen.
US-Präsident Donald Trump verschärfte parallel den Ton gegenüber internationalen Partnern. Er warf Nato-Verbündeten vor, sich nicht ausreichend am Konflikt zu beteiligen, während sie gleichzeitig unter steigenden Ölpreisen leiden.
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich gespalten. Die EU schließt eine direkte Beteiligung weiterhin aus, setzt jedoch auf diplomatische Lösungen – insbesondere zur Sicherung der wichtigen Handelsroute durch die Straße von Hormus.
Der Iran-Krieg entwickelt sich damit zunehmend zu einem globalen Krisenherd – mit militärischen, politischen und wirtschaftlichen Folgen weit über die Region hinaus.
OZD

OZD-Kommentar – Der gefährliche Irrglaube vom „Sieg“
Wenn in einem eskalierenden Krieg bereits vom Sieg gesprochen wird, ist das oft ein Zeichen für das Gegenteil: Kontrollverlust. Chameneis Worte sind weniger Realität als Propaganda. Gleichzeitig zeigt die geplante US-Truppenverstärkung, wie ernst die Lage tatsächlich ist. Der Konflikt droht, sich von einem regionalen Krieg zu einer internationalen Krise auszuweiten. Besonders gefährlich ist die Konzentration auf Energie-Infrastruktur und Handelswege. Sollte die Straße von Hormus dauerhaft blockiert oder militärisch umkämpft werden, hätte das weltweite Folgen. Der Krieg ist längst nicht gewonnen – er hat gerade erst seine gefährlichste Phase erreicht.
Historischer Hintergrund
Der Iran-Konflikt hat sich über Jahrzehnte aufgebaut und umfasst geopolitische Spannungen zwischen dem Iran, den USA und Israel. Die Straße von Hormus spielt dabei eine zentrale Rolle für den globalen Ölhandel.
Zukunftsprognose
Die nächsten Wochen könnten entscheidend sein. Eine weitere Eskalation durch zusätzliche Truppen oder Angriffe auf Energieinfrastruktur könnte den Konflikt auf eine neue Stufe heben – mit globalen wirtschaftlichen Auswirkungen.

Gewinnspiel
Frage: Welche strategisch wichtige Meerenge steht im Zentrum des Konflikts?
A) Bosporus
B) Straße von Hormus
C) Suezkanal
D) Straße von Gibraltar
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Mini-Infobox
Konflikt: Iran-Krieg
Akteure: Iran, USA, Israel
Region: Naher Osten, Golfregion
Fokus: Energie, Militär, Geopolitik
Eskalation: Neue US-Truppen

OZD-Analyse
Der Konflikt erreicht eine neue Eskalationsstufe.
– Iran meldet militärische Erfolge.
– USA reagieren mit Truppenverstärkung.
Energieinfrastruktur steht im Zentrum.
– a) Angriffe auf Raffinerien und Schiffe.
– b) Straße von Hormus als Schlüsselpunkt.
– c) Globale Auswirkungen auf Ölpreise.
Internationale Lage bleibt angespannt.
– a) EU setzt auf Diplomatie.
– b) USA erhöhen Druck militärisch.
– c) Gefahr einer globalen Ausweitung wächst.
Erklärungen
Wer ist Modschtaba Chamenei?
Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Iran. Er trat die Nachfolge seines Vaters an und spielt eine zentrale Rolle im aktuellen Konflikt.
Was ist die Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Ein großer Teil des globalen Ölhandels läuft durch diese Meerenge.
OZD-Extras
Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert die Straße von Hormus – ihre Blockade hätte sofortige globale Folgen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.