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Bitteres Aus: Altmaier verletzt gegen de Minaur

Daniel Altmaier hat bei den US Open nach großem Kampf gegen Alex de Minaur aufgegeben. Eine Verletzung stoppte die deutsche Nummer zwei im dritten Satz.

Es war ein heroischer Auftritt, der bitter endete: Daniel Altmaier musste in der dritten Runde der US Open verletzungsbedingt aufgeben. Der 26-Jährige aus Kempen, der sich in den ersten beiden Matches über fast zehn Stunden auf dem Platz gequält hatte, hielt gegen den Weltranglistenachten Alex de Minaur lange stark mit, konnte am Ende aber nicht mehr weiterspielen. Beim Stand von 7:6 (9:7), 3:6, 4:6, 0:2 gab Altmaier nach exakt drei Stunden entkräftet und angeschlagen auf.

"Ich habe hinten am Ischias Probleme gehabt, den Physio geholt", erklärte er später am Sky-Mikrofon. "Es ist bitter, wenn man nicht mit 100 Prozent spielen kann." Eine Zerrung sei die wahrscheinliche Diagnose gewesen, weiterspielen konnte er nicht.

Zuvor hatte Altmaier ein leidenschaftliches Match geliefert. Trotz der hohen Belastung seiner Marathon-Siege gegen Hamad Medjedovic und Stefanos Tsitsipas gewann er gegen den favorisierten Australier zunächst den ersten Satz im Tiebreak, obwohl er dort schon 0:3 zurückgelegen hatte. Doch danach drehte de Minaur auf, nutzte seine körperliche Frische, dominierte vor allem am Netz und zwang den Deutschen immer mehr in die Defensive.

Im dritten Satz ließ sich Altmaier in den Katakomben behandeln und kam mit einer Bandage am Oberschenkel zurück. Er versuchte, das Spiel durch mutige Schläge kurz zu halten, biss sich durch, doch am Ende verweigerte der Körper den Dienst. "Ich habe dann nicht mehr die Leistung zeigen können", so Altmaier.

Das Aus ist besonders bitter, da im Achtelfinale mit Qualifikant Leandro Riedi aus der Schweiz ein Außenseiter gewartet hätte – eine große Chance für Altmaier, erstmals ins Viertelfinale eines Grand Slams einzuziehen. So bleibt seine beste Bilanz weiterhin das Achtelfinale der French Open 2020 und 2025.

OZD



OZD-Kommentar

Daniel Altmaier verkörpert Kämpferherz – und doch zeigt sich die grausame Seite des Sports: Wer seinen Körper über die Grenzen treibt, wird irgendwann gestoppt. Neun Stunden Tennis in den Beinen, dazu die psychische Belastung eines Favoritenschrecks – es war zu viel. Altmaier hat sich in New York Respekt erkämpft, aber erneut die Chance verpasst, über sich hinauszuwachsen. Es bleibt der Eindruck eines Spielers, der an guten Tagen Weltklasse abrufen kann, dem aber die Konstanz und Robustheit fehlen, um dauerhaft mitzuhalten. Während de Minaur mit Leichtigkeit ins Achtelfinale einzieht, bleibt Altmaier mit der Gewissheit zurück: Einmal mehr war er nah dran – und doch zu weit weg. Die Frage drängt sich auf, ob er den Schritt zu einem echten Grand-Slam-Kandidaten jemals schaffen wird.


Lesermeinungen

„Altmaier hat so gekämpft – schade, dass es der Körper nicht mehr mitgemacht hat.“ – Thomas K., Hamburg

„Typisch: Wenn die große Chance da ist, kommt eine Verletzung. Bitterer geht’s kaum.“ – Sabine L., München

„Er hat gezeigt, dass er Herz hat, aber auf diesem Niveau braucht man auch einen unzerstörbaren Körper.“ – Jens W., Köln



OZD-Analyse

Fakten

Altmaier gibt in Runde drei gegen Alex de Minaur auf.

Zwischenstand: 7:6, 3:6, 4:6, 0:2.

Grund: Probleme am Ischias, vermutlich Zerrung.

Zuvor zwei Marathon-Siege über fünf Sätze.

Bewertung
a) Sportlich
– Starker erster Satz, danach zunehmende Dominanz de Minaurs.
– Altmaier körperlich gezeichnet von den Vortagen.
– Aufgabe nach drei Stunden unausweichlich.

b) Psychologisch
– Bitter, da Achtelfinale gegen Qualifikant Riedi große Chance geboten hätte.
– Altmaier bleibt zwischen Außenseitercoup und verpasstem Durchbruch.

c) Konkurrenz
– De Minaur nutzt seine Frische und Routine.
– Riedi als Überraschungsgegner im Achtelfinale eröffnet theoretisch leichteren Weg ins Viertelfinale.

Ausblick
– Altmaiers Zukunft hängt von seiner körperlichen Stabilität ab.
– Ohne mehr Robustheit wird er weiter zwischen Highlights und Rückschlägen pendeln.
– Die deutsche Hoffnung konzentriert sich nun auf Jan-Lennard Struff bei den US Open.



OZD-Erklärungen

Wer ist Daniel Altmaier?
Daniel Altmaier, geboren 1998 in Kempen, ist ein deutscher Tennisspieler, der für seinen kämpferischen Stil und sein Durchhaltevermögen bekannt ist. Sein größter Erfolg bisher war das Achtelfinale bei den French Open 2020 und 2025. Altmaier gilt als talentiert, kämpft aber immer wieder mit Verletzungen und fehlender Konstanz.

Wer ist Alex de Minaur?
Alex de Minaur, Jahrgang 1999, ist ein australischer Tennisprofi und einer der schnellsten Spieler auf der Tour. Mit seiner defensiven Stärke und seinem Kampfgeist hat er sich in die Weltspitze gespielt. Sein Spitzname ist „Demon“, und er gilt als einer der härtesten Arbeiter auf der Tour. Bei den US Open 2025 ist er an Position acht gesetzt.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.