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Mehrere Verletzte nach Raketenangriff auf Flughafen Riad

Erneuter Raketenangriff auf den Flughafen Riad verletzt mehrere Menschen. Sicherheitslage bleibt angespannt. Die Huthi-Miliz bekennt sich zu Attacken.

Fakten im Überblick

Mehrere Verletzte bei Angriff auf den Flughafen von Riad am Sonntag.

Die Huthi-Miliz bekannte sich zu Raketen-, Drohnen- und Marschflugkörperangriffen.

Der Flughafen ist seit Samstag geschlossen, 13 Tote nach Angriffen.

Erneut wird die saudiarabische Hauptstadt Riad von Angriffen erschüttert. Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf dem internationalen Flughafen ein weiterer Angriff, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Nach Angaben der saudiarabischen Luftfahrtbehörde werde weiter geprüft, wie gravierend die Schäden sind und ob alle Anlagen sicher sind. Die Aussage der Behörde lautete: "Die Beurteilung der Schäden und die Überprüfung der Sicherheit der Anlagen dauern noch an". Noch ist unklar, wie groß die betroffenen Bereiche tatsächlich sind und wann wieder normale Abläufe möglich sind.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die jemenitischen Huthis gab bekannt, dass am Flughafen ein Geschoss einschlug und im Terminal 4 einen Brand verursachte. Zusätzlich habe die Koalition, so Sprecher Turki al-Maliki, "einen Marschflugkörper in der Nähe des Flughafens abgefangen und zerstört". Journalisten und Bewohner Riads berichten von mehreren lauten Explosionen, die die Stadt erschütterten. Ein Mann aus dem nördlichen Stadtteil Al-Aarid schilderte: "Das ganze Haus hat gebebt". Auch Rettungswagen waren im Einsatz und fuhren in Richtung Flughafen, der sich im Nordosten der Metropole befindet. Eine Stunde nach dem ersten Angriff gab es erneut starke Detonationen.

Die Huthi-Miliz hat sich zu den Angriffen bekannt. Nach eigenen Angaben habe sie in den vergangenen 24 Stunden gezielte "Operationen mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen ausgeführt". Neben dem Flughafen von Riad seien dabei auch der Flughafen der Stadt Dammam im Osten des Landes und zwei Anlagen des Ölkonzerns Aramco Ziel gewesen. Am Vortag hatte ein Angriff in Riad hohe Verluste gefordert. Laut saudiarabischer Auskunft starben zwölf Menschen unmittelbar, 309 wurden verletzt. Am Sonntag bestätigte die indische Botschaft den Tod eines Inders, so dass die Zahl der Todesopfer auf 13 stieg.

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Flughafen von Riad seit Samstag geschlossen. Die saudiarabische Militärkoalition macht die Huthi-Miliz für die Angriffe verantwortlich und kündigte eine entschiedene Antwort an. Saudi-Arabien führt die Koalition seit 2015 im Kampf gegen die pro-iranischen Huthis, die weite Teile des Jemen und auch die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. In den letzten Tagen hat die Huthi-Miliz wichtige Küstengebiete an der strategisch bedeutenden Meerenge Bab al-Mandab übernommen, was die Spannungen zwischen den Konfliktparteien weiter anheizt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Angriffe in Riad zeigen neue Eskalation

Die wiederholten Angriffe auf den Flughafen Riad sind ein dramatisches Warnsignal. Erneut werden nicht nur militärische Ziele, sondern auch zivile Einrichtungen in den Konflikt gezogen. Dass die Huthi-Miliz dabei modernste Waffen wie Marschflugkörper und Drohnen einsetzt, verschärft die Lage deutlich und erschwert den Schutz der Bevölkerung. Die vielen Verletzten und Toten machen deutlich, dass das jahrzehntelange Trauma von Gewalt, Vertreibung und Unsicherheit auch weit nach außen wirkt. Die Reaktionen der Militärkoalition lassen auf eine mögliche weitere Eskalation schließen. Eine rasche diplomatische Entspannung scheint derzeit unwahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest die humanitäre Lage nicht weiter verschärft wird, doch die aktuellen Zeichen verheißen wenig Gutes. Sollte der Konflikt so weitergehen, drohen erneut massive Auswirkungen auf die Region sowie auf die internationale Sicherheit.

Historischer Hintergrund

Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition und der Huthi-Miliz in Jemen besteht seit 2015. Seitdem unterstützt Saudi-Arabien die international anerkannte Regierung des Jemen gegen die Huthis, eine pro-iranische Miliz, die die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Landes kontrolliert. Seit Jahren spitzt sich die Lage immer wieder zu, auch wegen der strategischen Bedeutung der Meerenge Bab al-Mandab für den internationalen Handel und den weltweiten Ölmarkt.

Zukunftsprognose

Angesichts der neuen Angriffe und der angekündigten harten Reaktion der Koalition ist mit einer weiteren Eskalation des Konflikts zu rechnen. Politisch könnten die Spannungen in der Region weiter zunehmen, während wirtschaftliche Auswirkungen vor allem den internationalen Luft- und Ölverkehr bedrohen. Sollte sich die Lage nicht entspannen, ist auch eine Zunahme humanitärer Krisen und weiterer ziviler Opfer möglich. Internationale Bemühungen für eine Lösung dürften vorerst wenig Erfolg zeigen, solange sich die zentralen Akteure unnachgiebig gegenüberstehen.

Erklärungen

Was ist die Huthi-Miliz?

Die Huthi-Miliz ist eine pro-iranische Gruppierung im Jemen, die seit Jahren gegen die international anerkannte Regierung kämpft und inzwischen weite Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa, kontrolliert.

Warum ist der Flughafen von Riad ein Angriffsziel?

Der internationale Flughafen von Riad ist ein Symbol für die saudische Infrastruktur und Wirtschaft, weshalb er in der Vergangenheit wiederholt Ziel bewaffneter Angriffe wurde.

OZD-Extras

Ein Angriff auf den Flughafen einer Hauptstadt gilt als Signal für neue Bedrohungen im internationalen Luftverkehr. Angesichts der Nähe zu strategisch wichtigen Öl-Anlagen in Saudi-Arabien könnten sich weitere Angriffe auch auf den Ölpreis auswirken. Analysten erwarten, dass die Märkte nervös reagieren könnten, sollten sich die Angriffe häufen und die Infrastruktur ernsthaft beeinträchtigt werden.

Gewinnspiel

Welches Land führte die Militärkoalition im Jemen-Konflikt an?

A) Saudi-Arabien

B) Ägypten

C) Iran

D) Vereinigte Arabische Emirate

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.