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Klaveness schließt eigene FIFA-Kandidatur nahezu aus

Lise Klaveness will offenbar nicht gegen FIFA-Chef Gianni Infantino antreten. Die UEFA sucht weiter nach einem Kandidaten mit Siegchancen.

Fakten im Überblick

Lise Klaveness bezeichnet eine eigene FIFA-Kandidatur als kein wirkliches Thema.

Die Nominierungsfrist für die FIFA-Wahl endet am 18. November.

Gianni Infantino verfügt in mehreren Kontinentalverbänden über breite Unterstützung.

Norwegens Fußball-Verbandschefin Lise Klaveness hat eine eigene Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt im März 2027 nahezu ausgeschlossen. Die 45-Jährige sagte dem Guardian, ihre klare internationale Positionierung sei nicht der effizienteste Weg, um Stimmen zu gewinnen. Zugleich warb sie für einen Gegenkandidaten mit realistischen Erfolgschancen.

Klaveness kritisiert FIFA-Präsident Gianni Infantino seit Jahren und fordert Reformen bei Transparenz, Menschenrechten und Entschädigungsmechanismen. Der frühere FIFA-Chef Joseph Blatter hatte öffentlich für ihre Kandidatur geworben. Klaveness will mit der UEFA jedoch bis zum Ende der Nominierungsfrist am 18. November eine andere Persönlichkeit finden.

Eine Herausforderung Infantinos ist schwierig. Afrika und Südamerika stehen weitgehend hinter ihm, auch in Asien und Ozeanien besitzt er Unterstützung. Europa und der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF können ihre Mitglieder voraussichtlich nicht geschlossen auf einen Gegenkandidaten verpflichten.

Die Wahl findet in Rabat in Marokko statt. Klaveness bezeichnete den Machtkampf als stark politisiert. Ohne eine Person, die über mehrere Kontinentalverbände hinweg Bündnisse bildet, bleibt Infantinos Wiederwahl der wahrscheinlichste institutionelle Ausgang, ohne dass damit eine Wahlempfehlung verbunden ist.

OZD/AFP

OZD-Kommentar - Einordnung

Reformforderungen allein gewinnen keine FIFA-Wahl. Wer Infantino herausfordern will, braucht Programm, Glaubwürdigkeit und Unterstützung über Europa hinaus. Die Suche nach einer bloßen Symbolkandidatur würde die bestehenden Mehrheiten kaum verändern.

Historischer Hintergrund

Gianni Infantino führt die FIFA seit 2016. Er trat damals mit einem Reformversprechen nach der schweren Korruptionskrise des Weltverbands an. Klaveness wurde international durch ihre deutliche Kritik an Menschenrechtsproblemen rund um große Turniere bekannt.

Zukunftsprognose

Bis zum 18. November muss ein möglicher Gegenkandidat nominiert werden. Bleibt die Suche erfolglos, dürfte Infantino ohne ernsthafte Konkurrenz antreten. Eine belastbare Aussage über den Wahlausgang ist erst nach Abschluss der Nominierungen möglich.

Wer ist Lise Klaveness?

Sie ist Präsidentin des norwegischen Fußballverbands und ehemalige Nationalspielerin.

Wer wählt den FIFA-Präsidenten?

Die Mitgliedsverbände der FIFA stimmen beim Kongress ab; jeder Verband besitzt grundsätzlich eine Stimme.

OZD-Extra - Warum Europa allein nicht reicht

Die UEFA stellt nur einen Teil der FIFA-Mitglieder. Für einen Wahlsieg sind Bündnisse mit Verbänden aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien entscheidend.

Gewinnspiel

Wann endet die Nominierungsfrist?

A: 18. November

B: 1. Januar

C: 15. Februar

D: 1. März

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.