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Klara Bühl warnt vor Schweden: „Noch lange nicht bei England!“

Nach dem Finaldrama von Wembley 2022 ist die Revanche gegen England in Reichweite. Doch Flügelspielerin Klara Bühl denkt vor dem Gruppenfinale gegen Schweden noch nicht an ein Wiedersehen – der Fokus liegt klar auf Platz eins.

Ein Viertelfinal-Duell mit England wäre elektrisierend – doch für Klara Bühl und die deutschen Fußballerinnen ist das Zukunftsmusik. Vor dem abschließenden EM-Gruppenspiel gegen Schweden am Samstagabend in Lausanne will sich das DFB-Team ganz auf die direkte Herausforderung konzentrieren. „Bis jetzt habe ich noch nicht darüber nachgedacht, um ehrlich zu sein“, sagte Bühl mit Blick auf die mögliche Revanche gegen die „Lionesses“, die Deutschland im EM-Finale 2022 in Wembley in der Verlängerung mit 2:1 besiegt hatten. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Kampf um den Gruppensieg – und auf einem äußerst physischen Gegner.

Schweden, das traditionell mit robuster Zweikampfführung und hoher Präsenz auftritt, wird für die DFB-Frauen zur echten Herausforderung. „Sie haben eine unfassbare körperliche Präsenz und werden sich mit allem wehren. Darauf müssen wir uns einstellen und von Anfang an da sein“, warnte Bühl. Ein Sieg gegen das Team aus dem hohen Norden würde Platz eins in Gruppe B sichern und damit ein möglicherweise früheres Duell mit Titelverteidiger Frankreich oder den ebenfalls stark aufspielenden Niederländerinnen verhindern.

Bereits vor dem dritten Gruppenspiel steht fest: Deutschland ist im Viertelfinale dabei. Doch die Platzierung entscheidet über den weiteren Weg. Als Gruppensieger ginge es gegen den Zweiten der Gruppe D – vermutlich ein schweres Los mit Frankreich, den Niederlanden oder Wales. Als Gruppenzweiter würde der Gewinner jener Gruppe warten – ein noch härteres Kaliber. Die Chance auf eine mögliche Revanche gegen England besteht also durchaus, bleibt jedoch abhängig von vielen Variablen – und ist für das Team aktuell kein Thema.

Statt auf Rechenspiele setzt das DFB-Team auf Konzentration, Stabilität und Konstanz. Bühl selbst ist dabei eine zentrale Figur: Auf der linken Außenbahn sorgt sie mit Tempo, Dribblings und Spielwitz für Gefahr. Dass sie trotz der brisanten Turnierkonstellation so ruhig bleibt, ist kein Zufall – sondern Teil eines klaren Mindsets, das im Titelkampf entscheidend sein kann.
OZD


OZD-Kommentar:
Es ist fast schon bezeichnend: Während Fans und Medien längst vom Wembley-Finale 2.0 träumen, bleibt Klara Bühl ganz nüchtern – und das ist gut so. Denn wer jetzt schon an England denkt, riskiert, gegen Schweden auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Die skandinavische Wucht ist kein Pappkamerad, sondern ein echter Härtetest für die Titelambitionen des DFB-Teams. Dass das Viertelfinale schon sicher ist, darf nicht zur Falle werden. Der Weg zur Krönung führt über Körperlichkeit, Fokus – und den Willen, jeden Gegner ernst zu nehmen. England? Mag sein. Aber erst muss Schweden fallen.


Lesermeinungen
„Bühl hat recht – erst Schweden, dann träumen. Diese Reife beeindruckt.“ Bila
„England wäre ein Hammerduell, aber gegen Schweden darf man keinen Zentimeter nachlassen.“ Lasse O. 
„Revanche-Gelüste bringen nix, wenn man vorher scheitert. Die Mädels machen’s genau richtig.“ Beate 


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OZD-Analyse

1. Der Fahrplan ins Viertelfinale
– Deutschland ist vor dem Spiel gegen Schweden bereits qualifiziert.
– Gruppensieg bringt das Duell mit dem Zweiten der starken Gruppe D.
– Platz zwei bedeutet ein Treffen mit dem jeweiligen Gruppensieger – wahrscheinlich Frankreich.

2. Schweden als ernstzunehmender Prüfstein
a) Körperliche Stärke –
– Schwedens Spiel ist bekannt für physische Härte und Luftduelle.
– Das DFB-Team muss sich auf intensive Zweikämpfe einstellen.
b) Taktische Disziplin –
– Schweden verteidigt kompakt und gefährlich im Umschaltspiel.
– Die deutsche Defensive darf sich keine Fehler erlauben.

3. England als möglicher Revanchegegner
a) Historische Brisanz –
– EM-Finale 2022: 2:1 für England nach Verlängerung.
– Deutschlands erste EM-Finalniederlage seit 1993.
b) Mögliche Konstellation –
– England müsste seine Gruppe gewinnen.
– Deutschland müsste Zweiter werden – oder umgekehrt.


OZD-Erklärungen 

Wer ist Klara Bühl?
Klara Bühl wurde am 7. Dezember 2000 in Haßfurt geboren und gehört zu den dynamischsten Flügelspielerinnen im deutschen Frauenfußball. Die Nationalspielerin steht seit 2020 beim FC Bayern München unter Vertrag, wo sie regelmäßig zu den Leistungsträgerinnen zählt. Bekannt ist Bühl für ihre schnelle Auffassungsgabe, präzise Flanken und gefährlichen Torabschlüsse. Bei der EM 2022 war sie eine Schlüsselspielerin im deutschen Team und überzeugte durch Mut, Laufstärke und Kreativität. Auch bei der EM 2025 zählt sie zu den Gesichtern des deutschen Offensivspiels.

Was ist das EM-Finale 2022?
Das Endspiel der Frauen-EM 2022 fand im Londoner Wembley-Stadion statt und wurde zu einem Wendepunkt im europäischen Frauenfußball. Vor über 87.000 Zuschauern siegte Gastgeber England mit 2:1 nach Verlängerung gegen Deutschland und gewann damit erstmals einen großen Titel. Das Spiel war intensiv, umkämpft und von großer Symbolkraft – auch, weil Schiedsrichterentscheidungen und ein umstrittener Handelfmeter für Gesprächsstoff sorgten. Für das DFB-Team war es eine bittere Niederlage, die bis heute nachwirkt.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.